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08. August 2000, 11:20 Uhr

Arbeitsmarkt

Der Aufschwung hält an

Die Zahl der Erwerbslosen hat zwar im Juli saisonbedingt leicht zugelegt - die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich aber trotzdem fort. Die positive Tendenz ist allerdings nach wie vor lediglich im Westen zu spüren.

DPA

Nürnberg - Bundesweit wurden im Juli 3,8 Millionen Arbeitslose registriert, 79.300 mehr als im Vormonat. Gegenüber Juli 1999 sank die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 223.500, wie die Bundesanstalt für Arbeit am Dienstag in Nürnberg erklärte. Die Arbeitslosenquote sank binnen Jahresfrist von 10,3 auf 9,3 Prozent.

Der Vizepräsident der Bundesanstalt, Otto Semmler, sagte, der Arbeitsmarkt helle sich weiter auf, wenn man von der vorübergehenden saisonalen Belastung einmal absehe. Dies gelte aber nach wie vor nur für die alten Bundesländer.

Die Zahl der Arbeitslosen habe in Deutschland im Juli, wie immer in diesem Ferienmonat, saisonbedingt zugenommen, sagte Semmler. Dieser Anstieg sei aber schwächer gewesen als im Vorjahr. In den alten Bundesländern zählten die Arbeitsämter 2,466 Millionen Stellenlose. Die Quote lag dort nun bei 7,5 Prozent. In Ostdeutschland waren 1,337 Millionen Menschen ohne Arbeitsplatz, 2200 mehr als im Vorjahresmonat und 39.600 mehr als im Vormonat. Die Quote betrug dort 17 Prozent.

Auch die Beschäftigung in Deutschland nimmt weiter spürbar zu. Die Zahl der Erwerbstätigen ist nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im Mai saisonbereinigt um 31.000 gestiegen. Nicht saisonbereinigt wird für Mai eine Erwerbstätigenzahl von 36,22 Millionen genannt. Das sind 147.000 mehr als ein Jahr zuvor. Im April hatte die Zunahme noch 93.000 und im März 76.000 betragen.

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