Atomkraft Risse an Schweißnähten in Krümmel entdeckt

Neue Probleme am Atomkraftwerk Krümmel. Bei der Überprüfung des Meilers sind Risse an Schweißnähten und defekte Brennelemente entdeckt worden.


Geesthacht - Die Pannenserie in Krümmel hört nicht auf. Wie der Betreiber Vattenfall Europe heute mitteilte, sind insgesamt 13 Risse festgestellt worden. Sie befinden sich an Absaugeleitungen von Armaturen innerhalb und außerhalb des Sicherheitsbehälters. Die Rohre mit einem Durchmesser von 15 Millimetern dienten dazu, im Fall von Lecks Wasser oder Dampf abzuführen. Die betroffenen Leitungsstücke sollen ausgetauscht werden. Das Atomkraftwerk war Ende Juni nach diversen Zwischenfällen abgeschaltet worden.

AKW Krümmel an der Elbe: Abgeschaltet nach Pannenserie
DDP

AKW Krümmel an der Elbe: Abgeschaltet nach Pannenserie

In der kommenden Woche soll mit dem Austausch abgebrannter Brennelemente begonnen werden. Dann sollen auch drei defekte Brennelemente ausgetauscht werden, die bei Untersuchungen des Reaktorkerns festgestellt und entladen wurden.

Insgesamt wurde nach Vattenfall-Angaben während der Revision bisher etwa die Hälfte der rund zweitausend geplanten Arbeiten erledigt. Unter anderem wurde einer der sechs Notstromdiesel ausgetauscht. Dies ist alle 15 Jahre vorgesehen. Für die kommende Woche ist ein Probelauf geplant.

Parallel zu den Revisionsarbeiten wird derzeit der Einbau des Ersatztrafos für den abgebrannten Maschinentransformator vorbereitet. Dafür muss das Trafogebäude umgebaut werden. Der Atommeiler steht seit dem Brand des Transformators am 28. Juni still. Nach Vattenfall-Angaben wird das AKW nicht vor Mitte September wieder ans Netz gehen.

ler/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.