Atommüll Jospin und Schröder besiegeln Castor-Transporte

Die Atomtransporte zwischen Deutschland und Frankreich werden wieder aufgenommen, vereinbarten Bundeskanzler Schröder und Premierminister Jospin. Der Streit hatte die Beziehungen zwischen Berlin und Paris seit langem belastet.


Jospin (l.), Schröder (M.) und Chirac
REUTERS

Jospin (l.), Schröder (M.) und Chirac

Paris/Berlin - Ein erster Rücktransport von hochradioaktivem deutschem Atommüll aus Frankreich soll "Ende März oder Anfang April" stattfinden. Danach könne auch der Transport von deutschen verbrauchten Brennstäben in die Wiederaufbereitungsanlage La Hague wieder "normal" aufgenommen werden.

Der Streit um die Rücktransporte aus dem französischen La Hague hatte die Beziehungen zwischen Berlin und Paris seit langem belastet. Deutschland ist vertraglich zu einer Rücknahme der Abfälle verpflichtet, hatte bisher jedoch Termine immer wieder hinausgeschoben. In La Hague lagern teilweise schon seit über sieben Jahren 168 Container mit Atommüll.

Die französische Regierung hatte darauf bestanden, dass Deutschland erst den Rücktransport wieder aufnehmen müsse, bevor neue Transporte nach Frankreich gehen. Auf dem deutsch-französischen Gipfel in Vittel im November hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder Frankreich zugesichert, das Problem bis Weihnachten zu regeln. Eine deutsch-französische Arbeitsgruppe hatte seither an der Lösung gearbeitet.



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