Atompolitik Trittin geht wieder eigene Wege

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Arbeiten an einer 14-Millionen-Mark-Studie über besonders sichere Atomkraftwerke mit Druckwasserreaktoren gestoppt. Da Deutschland sowieso aus der Atomenergie austeigt, brauche man solche Projekte nicht mehr.

Bonn - Die Entwicklung eines solchen Reaktors ist bei einem Gemeinschaftsprojekt der deutschen und französischen Industrie (EPR/European Pressurized Water Reactor) vorgesehen. Die Untersuchung sollte dazu dienen, Sicherheitsanforderungen für künftige Atomkraftwerke mit Druckwasser- Reaktoren zu erstellen. Für dieses Projekt gebe es nun keinen Bedarf mehr, "da wir die Nutzung der Atom-Energie in Deutschland beenden werden", erklärte Trittin am Freitag in Bonn.

Für das seit 1992 laufende Vorhaben waren nach Angaben des Ministeriums im Haushaltsjahr 1999 Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Mark vorgesehen, von denen nunmehr nur noch 500.000 Mark für die bislang erbrachten Arbeiten und die ordnungsrechtliche Abwicklung des Projekts benötigt werden. So sähen die haushaltsrechtlichen Vorschriften die Vorlage eines Abschlußberichts vor. Insgesamt seien dann knapp 14 Millionen Mark für die Studie bezahlt worden.

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