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Reaktionen auf Attacke in Mannheim Scholz verlangt eine hohe Strafe, Merz spricht von »Terror«

In Mannheim hat ein Mann den Stand einer islamfeindlichen Bewegung angegriffen. Die Politik zeigt sich erschüttert. »Gewalt ist absolut inakzeptabel in unserer Demokratie«, sagt Kanzler Scholz.
»Die Bilder aus Mannheim sind furchtbar«: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

»Die Bilder aus Mannheim sind furchtbar«: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

Foto: Michele Tantussi / Getty Images

Deutsche Politikerinnen und Politiker haben sich nach dem Messerangriff in Mannheim zu der Tat geäußert. »Die Bilder aus Mannheim sind furchtbar«, schrieb Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Onlinedienst X . »Mehrere Personen sind von einem Attentäter schwer verletzt worden. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Gewalt ist absolut inakzeptabel in unserer Demokratie. Der Täter muss streng bestraft werden.«

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Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach von einem schrecklichen Verbrechen . »Die Bilder dieser brutalen Gewalttat sind erschütternd.« Sie wünsche den Opfern, dass sie wieder vollständig genesen könnten. »Meine Gedanken sind insbesondere auch bei dem durch Messerstiche schwerverletzten Polizeibeamten. Den Polizeikräften, die sofort eingeschritten sind, und den Ärzten und Rettungskräften, die um das Leben der Opfer dieser furchtbaren Tat kämpfen, danke ich sehr herzlich.«

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Die Ermittlungen würden die Hintergründe der Tat aufklären, insbesondere den Hintergrund und die Motive des Täters, schrieb Faeser. »Wenn die Ermittlungen ein islamistisches Motiv ergeben, dann wäre das eine erneute Bestätigung der großen Gefahr durch islamistische Gewalttaten, vor der wir gewarnt haben.«

CDU-Chef Friedrich Merz schrieb auf X , die Bilder aus Mannheim seien entsetzlich. »Das ist Terror. Meine Gedanken sind heute bei den Opfern, ihnen wünsche ich eine baldige und vollständige Genesung«, fügte er hinzu.

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Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) äußerte sich zu dem Angriff: »Ich verurteile diese niederträchtige und brutale Attacke auf das Schärfste. Sie ist durch nichts zu rechtfertigen. Gewalt hat in unserer Stadt keinen Platz und darf in der politischen Auseinandersetzung niemals eine Rolle spielen – ganz egal, wie gegensätzlich die Positionen auch sein mögen«, teilte er mit.

»Die Muslime in Mannheim setzen sich genauso für ein friedliches Zusammenleben in unserer Stadt ein wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger. Ein wichtiges Zeichen dafür ist, dass unmittelbar nach der Tat islamische Religionsgemeinschaften den Angriff auf die Organisatoren der Kundgebung und die Polizisten verurteilt haben«, fügte Specht hinzu. »In den nächsten Tagen und Wochen werden wir alles daran setzen, dass die schrecklichen Ereignisse nicht missbraucht werden, um unsere Gesellschaft zu spalten«, ergänzte er.

Anti-Islam-Aktivist offenbar verletzt

Mit einem Messer verletzte ein Mann auf dem Marktplatz in Mannheim mehrere Menschen. Nach SPIEGEL-Informationen gehen die Behörden derzeit von insgesamt sieben Verletzten aus. Mehrere Personen sollen Stichwunden in Beinen und Armen, teils auch in der Schulter oder im Gesicht erlitten haben.

Nach Angaben der »Bewegung Pax Europa« (BPE) galt der Angriff ihrer Versammlung. Kurz nach dem Vorfall kursierte ein Video davon im Internet. Darauf zu sehen ist ein Mann, der auf mehrere Menschen – mutmaßlich Teilnehmer einer Veranstaltung – einsticht. Menschen rufen: »Das Messer weg«. Einen Polizisten verletzt der Angreifer ebenfalls, wie das Video zeigt. Wie es aus Sicherheitskreisen heißt, schwebt er in Lebensgefahr und muss operiert werden. Nach Darstellung der Schatzmeisterin von BPE, Stefanie Kizina, wurde bei dem Angriff auch der Anti-Islam-Aktivist Michael Stürzenberger verletzt.

BPE gründete sich nach eigenen Angaben 2008 und behauptet von sich, über die »existenziellen Gefahren« aufzuklären, die vom »Politischen Islam« ausgingen. Diesen sieht BPE als »faschistoide Ideologie«. Immer wieder demonstriert die Gruppe vor allem gegen den Bau von Moscheen. Der bayerische Landesverband von BPE wird – genau wie Stürzenberger – vom Landesverfassungsschutz beobachtet. BPE pflegte in der Vergangenheit auch Kontakte zu »PI-News« und Pegida.

col/dpa