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21. November 2009, 13:00 Uhr

Aus Geldnot

NPD treibt Spenden über 0900er-Nummern ein

Weil es mit der Finanzierung hapert, ist die NPD kreativ geworden: Der rechtsextremen Partei kann man jetzt über 0900er-Nummern oder PayPal spenden. Doch kaum freigeschaltet, will der Betreiber des Online-Bezahlservices den Rechten auch schon wieder kündigen.

Hamburg - In ihrer Finanznot hat die NPD neue Wege der Spenden-Akquise erschlossen. Seit einigen Wochen hat die Berliner Parteizentrale zwei 0900er-Nummern geschaltet, über die Sympathisanten anonym spenden können. Pro Anruf landen fünf beziehungsweise zehn Euro in der Kasse der rechtsextremen Partei. Das meldet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Vergeben werden die Cash-Verbindungen von der Bundesnetzagentur, die dafür eine einmalige Provision von 62,50 Euro pro Nummer erhält; bislang bedienten sich aber vor allem Sex-Hotlines und die Veranstalter dubioser Gewinnspiele dieses Zahlungsverkehrs.

Auch für Spender größerer Beträge hat die NPD den Inkassoweg vereinfacht: Seit Anfang des Monats können Förderer der Rechtsextremen bargeldlos und online ihren Obolus entrichten, in dem sie auf der NPD-Homepage einfach den "PayPal"-Button anklicken. Bis zu 500 Euro können so diskret gespendet werden.

Diesen Service eines Tochterunternehmens des Internetauktionshauses Ebay nehmen auch CSU, FDP, die Linke und die Grünen für die Spendenbeschaffung bereits in Anspruch. Doch für die Rechten könnte bald schon wieder Schluss sein. "Wir werden der NPD den Zugang zu PayPal kündigen", erklärt ein Unternehmenssprecher. Die Provisionen, die PayPal bisher aus den Online-NPD-Spenden verbuchen konnte, will die Ebay-Tochter nun für gemeinnützige Zwecke spenden.

hpi

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