Baden-Württemberg Führerscheinentzug für junge Kriminelle

Baden-Württemberg will gewalttätige jungen Menschen künftig schon vor einem richterlichen Urteil bestrafen. Ihnen soll der Führerschein abgenommen werden, berichtet die "Stuttgarter Zeitung".


Stuttgart - Im Kampf gegen Jugendkriminalität will Baden-Württemberg vorpreschen. Innenminister Heribert Rech (CDU) wolle nicht auf ein richterliches Urteil warten, um gewalttätigen Heranwachsenden die Erlaubnis zu verwehren, den Führerschein zu machen oder ihnen den Führerschein zu entziehen, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Rech habe die Polizei angewiesen, Gewalt- und Mehrfachtäter den entsprechenden Behörden zu melden. Diese könnten nach gutachterlich festgestellten "charakterlichen Mängeln" den Führerschein einziehen. Wer prügele und sich aggressiv verhalte, bei dem liege laut Rech der Verdacht nahe, dass er sich auch im Straßenverkehr aggressiv sei.

Rech stütze sich auf das bundesweit geltende Straßenverkehrsgesetz und die Fahrerlaubnis-Verordnung, heißt es in dem Bericht weiter. Das vor gut einem Jahr angelaufene Verfahren solle nun "landesweit intensiviert werden", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums dem Blatt.

ler/AFP



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