Baden-Württemberg Kultusministerin Warminski-Leitheußer tritt zurück

Baden-Württembergs umstrittene Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer hat ihren Rücktritt erklärt. Die SPD-Politikerin war zuletzt auch aus der eigenen Partei wegen ihres Führungsstils massiv kritisiert worden.

Warminski-Leitheußer: Kritik an ihrem Führungsstil
DPA

Warminski-Leitheußer: Kritik an ihrem Führungsstil


Stuttgart - Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) ist am Montag als Kultusministerin von Baden-Württemberg zurückgetreten. "Ministerin Gabriele Warminski-Leitheußer hat heute Ihren Rücktritt vom Amt der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport erklärt", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Der SPD-Politikerin sei es gelungen, zentrale Projekte der Landesregierung auf den Weg zu bringen, sagte Kretschmann. Warminski-Leitheußer war jedoch wegen ihres Führungsstils in den vergangenen Monaten auch in den eigenen Reihen erheblich in die Kritik geraten.

Vor allem in der Fraktion wurden ihr Unzuverlässigkeit und mangelnde Motivation vorgeworfen. Kurz vor Weihnachten hatte die Opposition im Landtag bereits einen Entlassungsantrag gestellt. Die grün-rote Koalition stimmte damals aber noch gegen die Enthebung der Ministerin. Kurz danach hieß es aber aus der SPD, Landesparteichef Nils Schmid erwäge den Rauswurf von Warminski-Leitheußer.

Nachfolger soll angeblich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch, werden. Der Jurist, 43, aus Heidenheim hat sich als Obmann im Untersuchungsausschuss zur EnBW-Affäre einen Namen gemacht.

als/dpa/dapd



insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
foxl 07.01.2013
1. Öhm. ....
welche zentrale Anliegen hst sie voran gebracht? Eigentlich ist sie durch Unwissenheit und hang zum Lavieren aufgefallen. Oder habe ich was verpasst!
Humatheist 07.01.2013
2. Qualifizierter Nachfolger?
Ein Jurist, der sich als Obmann in einem Untersuchungsausschuss "einen Namen gemacht" hat, ist also qualifiziert, den Posten als Kultusminister zu übernehmen? Als Vater eines kleinen Tochter erschreckt es mich immer wieder, wie leichtfertig mit der Zukunft unserer Kinder umgegangen wird. Welche irren bildungspolitischen Experimente müssen wir nun befürchten?
qvoice 07.01.2013
3.
Vielleich sollte sich Frau Gabriele Warminski-Leitheußer mal mit Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zusammensetzen. Schade dass Loriot darüber keinen Sketch mehr schreiben kann.
rainer_daeschler 07.01.2013
4. Qualifikation
Zitat von HumatheistEin Jurist, der sich als Obmann in einem Untersuchungsausschuss "einen Namen gemacht" hat, ist also qualifiziert, den Posten als Kultusminister zu übernehmen? Als Vater eines kleinen Tochter erschreckt es mich immer wieder, wie leichtfertig mit der Zukunft unserer Kinder umgegangen wird. Welche irren bildungspolitischen Experimente müssen wir nun befürchten?
Ein Jurist ist auch der Wirtschafts- und Finanzminister in dem Bundesland. Sein Vorgänger war Lehrer und hatte Politikwissenschaften, Germanistik und Sportwissenschaften studiert. Qualifikation ist eigentlich selten ein Qualifikationskriterium, wenn es gilt Ministerämter zu besetzen. Erst wenn alles oben in der Hackordnung der Partei versorgt ist und keine weiteren Ansprüche mehr kommen, dürfen auch beruflich Qualifizierte ran.
rainer_daeschler 07.01.2013
5. Loriot
Zitat von qvoiceVielleich sollte sich Frau Gabriele Warminski-Leitheußer mal mit Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zusammensetzen. Schade dass Loriot darüber keinen Sketch mehr schreiben kann.
Dem kann abgeholfen werden. Vielleicht sollte sie sich einfach mal mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den Dienstwagen teilen: Loriot im Dienstwagen - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=qFoU9hahJ18)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.