Baden-Württemberg Traumergebnis für Teufel

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die CDU deutlich zulegen und damit ihre Position als stärkste Partei im Land verteidigen können. Zweiter großer Sieger des Abends ist die SPD.


Erwin Teufel im Glück: Der CDU-Politiker strafte all seine Kritiker Lügen
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Erwin Teufel im Glück: Der CDU-Politiker strafte all seine Kritiker Lügen

Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge kann die CDU unter Ministerpräsident Erwin Teufel ihre Koalition mit der FDP fortsetzen. Die Christdemokraten legten von 41,3 Prozent (1996) auf 44,8 Prozent zu. Die FDP musste mit 8,1 Prozent leichte Verluste hinnehmen (1996: 9,6). Auch die SPD unter Spitzenkandidatin Ute Vogt konnte in Baden-Württemberg von 25,1 Prozent (1996) auf 33,3 Prozent deutlich zulegen. Die Sozialdemokraten erreichten damit das beste Ergebnis seit 29 Jahren im Südwesten. Herbe Verluste mussten die Grünen einstecken. Ihr Ergebnis hat sich gegenüber der letzten Wahl von 12,1 Prozent deutlich auf 7,7 Prozent verschlechtert. Die Republikaner sind mit 4,4 Prozent (1996: 9,1 Prozent) nicht mehr im Stuttgarter Landtag vertreten.

Dies ist das beste Ergebnis, das die Christdemokraten in der zehnjährigen Amtszeit von Ministerpräsident Teufel erreichten. Teufel selbst sagte in einer ersten Reaktion, "ich freue mich auch persönlich ungemein über diesen Vertrauensbeweis".

Grund zur Freude: Mit Ute Vogt konnte die SPD ihr Ergebnis um acht Prozent verbessern
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Grund zur Freude: Mit Ute Vogt konnte die SPD ihr Ergebnis um acht Prozent verbessern

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ulrich Maurer, hat das Abschneiden der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl als "hervorragend" bezeichnet. Die Grünen führen ihre Verluste auf die Nationalstolzdebatte zurück. "Die Debatte hat der CDU einen enormen Stimmenzulauf gebracht", sagte die Landesvorsitzende der Grünen, Monika Schnaitmann. Ersten Analysen zufolge haben die Grünen vor allem bei den Jungwählern verloren - in der Altersgruppe bis 30 Jahre liegen die Verluste sogar bei 12 Prozent.

Das Duell zwischen Teufel und Vogt stand im Mittelpunkt der Wahlen in Baden Württemberg. Bei den Landtagswahlen 1996 kam die CDU auf 41,3 Prozent der Stimmen. Die SPD sackte mit 25,1 Prozent auf ein historisches Tief ab. Die Grünen erzielten 12,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von der FDP mit 9,6 Prozent. Die Republikaner kamen auf 9,1 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 63 Prozent, vor fünf Jahren waren es noch 67,6 Prozent gewesen.



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