Baden-Württemberg Zehn Millionen Mark für BSE-geschädigte Bauernhöfe

Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg ein Soforthilfeprogramm für BSE-geschädigte Betriebe beschlossen. Das Programm umfasst eine Summe von insgesamt 23 Millionen Mark.





Stuttgart - Jeweils zehn Millionen Mark in Form zinsverbilligter Liquiditätshilfen erhielten betroffene Rinderhalter und fleischverarbeitende Betriebe, sagte Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) in Stuttgart. Die restlichen drei Millionen Mark gingen in die Forschung. Das Darlehen betrage bis 60.000 Mark pro Betrieb.

Versetzen deutsche Politiker in Panik: Angsterreger Kühe
REUTERS

Versetzen deutsche Politiker in Panik: Angsterreger Kühe

Den Angaben zufolge gibt es in Baden-Württemberg rund 33.000 Betriebe, die Rinder halten. Das Sofortprogramm sei keine Dauersubvention, sondern nur als Überbrückungsmaßnahme gedacht. Der Regierungschef mahnte erneut finanzielle Unterstützung von der rot-grünen Bundesregierung und der EU zur Bewältigung der BSE-Krise an.

Vote
Kurze Frage

Essen Sie noch Rindfleisch?

Teufel stärkte seiner umstrittenen Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin den Rücken. Der CDU-Politiker sagte, er könne nichts erkennen, "was man dieser Ministerin zum Vorwurf machen kann". Der Ministerpräsident kündigte eine Stärkung des Verbraucherschutzes an. Die Futtermittelkontrollen sollten auf 3.000 Proben pro Jahr ausgedehnt werden. Die Landwirte könnten künftig Untersuchungen kostenlos durchführen lassen.

Zwei neue BSE-Verdachtsfälle

Bei den zwei neuen BSE-Verdachtsfällen in Baden-Württemberg handelt es sich um zwei Kühe aus dem Landkreis Ravensburg. Mit einem endgültigem Ergebnis wird Ende der Woche gerechnet. Auch im Saarland wurde erstmals ein BSE-Verdachtsfall festgestellt.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.