"Balkan-Syndrom" Plutonium in Uran-Munition?

Die bei den Nato-Luftangriffen verschossene Uran-Munition soll Krebs erregendes Plutonium enthalten. Die Gefahr an Krebs zu erkranken wäre um ein Vielfaches höher.


Deutsche Kfor-Soldaten
DPA

Deutsche Kfor-Soldaten

Köln - Wie die ARD berichtet, beruft sich das Magazin "Monitor" auf eine Untersuchung des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums vom Dezember 2000. Das abgereicherte Uran, das dem US-Verteidigungsministerium zur Munitionsherstellung übergeben wurde, könne Spuren hochgiftigen und schon in geringsten Mengen Krebs erregenden Plutoniums enthalten.

Nach Einschätzung des stellvertretenden Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission der Bundesregierung, Wolfgang Köhnlein, könnten die unter Nato-Soldaten vermehrt aufgetretenen Leukämie-Fälle durch das Plutonium in der US-Munition verursacht worden sein. In der Sendung, die an diesem Donnerstag ausgestrahlt wird, werde zudem über eine Studie amerikanischer Militärwissenschaftler berichtet, die bereits 1998 nachgewiesen hatten, dass verschossene Uran-Munition als Ursache für Krebserkrankungen in Frage kommt.



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