Früherer US-Präsident in Berlin Obama ruft die Jugend zu mehr Engagement in der Welt auf

Zwar habe Europa vieles erreicht, es gebe jedoch Kräfte, die vieles zurückdrehen wollen. Ex-US-Präsident Barack Obama warnt die Jugend bei seinem Besuch in der ESMT-Privathochschule - sie müsse sich einsetzen.

Barack Obama
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Barack Obama


Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die jungen Menschen aufgerufen, sich in der Welt zu engagieren und sich einzumischen. Die Jugend sei aufgefordert, die Welt zu verändern, und "ihr könnt die Welt verändern", sagte Obama in Berlin bei einer Veranstaltung mit jungen Menschen in der ESMT-Privathochschule.

"Ihr lasst euren Großvater oder eure Großmutter auch nicht entscheiden, welche Kleider ihr tragen oder welche Musik ihr hören wollt. Warum lasst ihr sie dann bestimmen, in welcher Welt ihr leben sollt", sagte Obama und warnte: In Europa gebe es zwar Errungenschaften bei der sozialen Gerechtigkeit, Freiheit und Jahrzehnte des Friedens - und doch wisse man, dass es mächtige Kräfte gebe, die versuchten, vieles davon zurückzudrehen. "Wir leben in unsicheren Zeiten."

Die Jugend sollte über den politische Kurs mitentscheiden. Wenn man voneinander lerne, könne man die Welt verändern. Die sozialen Medien seien das Netzwerk, das eine weltweite Verständigung ermöglicht. Aber diese Medien müssten auch für Desinformationen herhalten und könnten damit auch für Konflikte sorgen.

Obama befindet sich seit mehreren Tagen in Deutschland. In Köln besuchte er den "World Leaders Summit", überdies traf er sich am Freitag mit Angela Merkel im Kanzleramt.

tin/dpa/AP



insgesamt 42 Beiträge
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-mutabor 06.04.2019
1. Der oberste Aluhutträger der USA
Wie Tagesschau.de am 08.09.2018 berichtete sagte Ex-US-Präsident Barack Obama auf einer Wahlkampfveranstaltung in Urbana-Champaign im US-Bundesstaat Illinois am 07.09.2018: "Immer, wenn wir unseren Idealen näher gekommen sind, schiebt das jemand wieder zurück. Meistens ist das von den Mächtigen inszeniert, die uns gespalten, ärgerlich und zynisch halten wollen, weil es ihnen hilft sich abzusichern." Gegen die „Mächtigen“ hat er selbst aber auch nichts unternommen. Aber hier nun große Töne spucken.
vox veritas 06.04.2019
2.
"Ihr lasst euren Großvater oder eure Großmutter auch nicht entscheiden, welche Kleider ihr tragen oder welche Musik ihr hören wollt. Warum lasst ihr sie dann bestimmen, in welcher Welt ihr leben sollt" Nun, das eine ist eine individuelle Entscheidung und das andere eine (gemeinsame) gesellschaftliche Entscheidung. Ich finde es ein bisschen frech, daß sich ein ex US-Präsiden in europäische Dinge einmischt und im eigenen Land, wo viel mehr im Argen ist, kaum zu hören ist. Zumindest wird darüber nicht berichtet. Ich glaube, er hat in den USA eine gewisse Mitschuld daran, daß das Land dermaßen gespalten ist. Vielleicht hätte er dort weniger revolutionär und mehr evolutionär regieren sollen. Er darf seine Methoden gerne für sich behalten. Davon abgesehen, kommt er sehr sympathisch rüber. Ich habe einige Dokus mit im gesehen. Mit dem könnte man sicherlich auch mal ein Bier trinken gehen.
diefreiheitdermeinung 06.04.2019
3. Wieviel kassiert er
fuer jede Rede? Und das soll dann unser Vorbild sein. Bei den Clintons genauso. Und das sind die Repraesentanten der inzwischen linken Demokraten. Nein, danke!
m.klagge 06.04.2019
4. Da hat der Mann mal Recht.
Aber er sollte seine Anstrengungen auf das Land konzentrieren, in dem er mal den Präsi gegegeben hat. Es sei denn er hat die abgewrackte und nur noch militärisch bedeutsamen Weltmacht ebenso aufgegeben wie alle intelligenten Menschen. Zu retten ist das Land der Freien und Braven sicher nicht mehr, aber vielleicht kann man den Schaden den seine unterbelichteten Bewohner und ihr genitaler GrüPaZ anrichten etwas begrenzen.
Pollowitzer 06.04.2019
5. Obama hat Krieg...
...in die Welt getragen - der soll mal in den USA bleiben und die Klappe halten - die Jugend sollte mal lieber mehr Flagge gegen den Krieg zeigen aber dann sieht Obama mit seinen blutigen Händen sehr alt aus!
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