Bayern Söder wechselt Gesundheitsministerin aus

Bei der schweren Corona-Panne im vergangenen Sommer patzte Melanie Huml. Jetzt hat Ministerpräsident Söder seine Gesundheitsministerin abgelöst: Nachfolger wird der bisherige Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek.
Melanie Huml

Melanie Huml

Foto: MICHAEL DALDER/ REUTERS

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) soll neuer bayerischer Gesundheitsminister werden. Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) werde am Montag in die Staatskanzlei wechseln, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München mit. Huml werde in der Staatskanzlei speziell für Europa und Internationales zuständig sein und zudem den Corona-Krisenstab verstärken. 

Holetschek habe sich zuletzt als Macher erwiesen, auch in Zusammenarbeit mit den Kommunen in Bayern, sagte Söder nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch in München. »Das ist eine souveräne Entscheidung, die mit allen besprochen ist«, sagte Söder. »Ich glaube, dass die Aufstellung so die beste ist.« Söder dankte der 45-jährigen Huml für ihren Einsatz und ihre Leistung: »Ich schätze die Melanie sehr.«

Klaus Holetschek

Klaus Holetschek

Foto: Tobias Hase / dpa

Söder hatte die Corona-Politik in letzter Zeit mehr und mehr zur Chefsache gemacht. Die Bambergerin Huml, selbst Medizinerin, hatte bereits in einigen Phasen des Anti-Corona-Kampfes eine unglückliche Figur gemacht. Im August, als es zu einer schweren Panne bei den von Söder propagierten Corona-Tests für Reiserückkehrer gekommen war und positiv Getestete nicht von ihren Testergebnissen erfahren hatten, hatte es bereits Rücktrittsforderungen gegen Huml gegeben.

Faschingsferien werden abgesagt

Söder teilte weiterhin mit, dass in Bayern wegen der Coronakrise die Faschingsferien abgesagt werden. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei.

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Söder sprach sich für eine Impfkampagne aus, um mehr Menschen für eine Impfung zu begeistern. »Es braucht Vorbilder aus dem öffentlichen Leben, auch aus der Politik, um klarzumachen, der Impfstoff ist sicher«, sagte er. Bislang seien etwa 90.000 Menschen in Bayern geimpft. Dabei sei die Bereitschaft bei den Bewohnern der Pflegeheime hoch, bei den Mitarbeitern sei die Zurückhaltung dagegen groß. Impfen sei die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona. »Man soll sich aber keine falschen Hoffnungen machen, was die Zeitdauer betrifft.« Eine Aussicht auf ein normales Leben gebe es erst dann, wenn alle geimpft seien.

als/dpa
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