Die bayerische Regierung will am Dienstag abend erneut einen minderjährigen Serienstraftäter abschieben. Der 16jährige "Hakan" war nach Verbüßung einer einjährigen Freiheitsstrafe rückfällig geworden und vor zwei Wochen in Abschiebehaft genommen worden.
Augsburg - Der 16jährige "Hakan" aus Augsburg ist fünf Monate nach der Abschiebung des Serienstraftäters "Mehmet" der zweite minderjährige in Deutschland lebende Ausländer, der des Landes verwiesen wird. Bereits Anfang April war die Ausweisungsverfügung der Stadt Augsburg vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt worden.
Der 1982 im niedersächsischen Rinteln geborene Jugendliche hatte seine kriminelle Laufbahn nach Auskunft der Stadt im Alter von elf Jahren begonnen. Mitschüler habe er brutal zusammengeschlagen. Im September 1997 wurde er wegen räuberischer Erpressung, schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung in zwölf Fällen zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt, vor Weihnachten vergangenen Jahres jedoch vorzeitig auf Bewährung freigelassen. Kurz darauf ermittelte die Polizei erneut gegen den 16jährigen wegen Drogenhandels in 40 Fällen.
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