Medienbericht IS-Terrormiliz hatte offenbar Pläne für Anschlag auf Musikfest in Deutschland

Die IS-Terrormiliz wollte vor zwei Jahren ein größeres Attentat in Deutschland verüben. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Ermittler durchkreuzten demnach die Pläne.

Bundesanwaltschaft
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Ein Anschlagsziel sollte ein großes Musikfestival sein: Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) plante offenbar im Jahr 2016 ein größeres Attentat in Deutschland. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung"in einer gemeinsamen Recherche.

Demnach sah der Plan vor, drei Zellen mit potenziellen Attentätern nach Deutschland zu schleusen. Mithilfe einer Geheimoperation konnten die deutschen Sicherheitsbehörden die Pläne durchkreuzen, heißt es in dem Bericht. Demnach ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen zwei deutsche Islamisten.

Das Ehepaar, das sich im Oktober 2017 nahe der ehemaligen IS-Hochburg Rakka ergeben hatte, sitzt in einem Gefangenenlanger in Nordsyrien. Sie sollen eine zentrale Rolle bei den Plänen gespielt haben.

"Wir haben sehr frühzeitig von den Anschlagsplanungen erfahren," zitieren NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" Generalbundesanwalt Peter Frank. Die Faktenlage sei "sehr konkret und auch belastbar" gewesen.

Das Paar habe gegenüber den Ermittlern umfangreiche Angaben zu den Anschlagsplänen gemacht, heißt es in dem Bericht weiter. Beide warteten demnach auf ihre Überstellung nach Deutschland, wo bereits Haftbefehl gegen sie erlassen wurde.

mho

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