Jüngste Frau im Bundestag SPD-Abgeordnete Bach zieht sich aus der Politik zurück

Bela Bach schaffte es nicht auf die Landesliste der SPD in Bayern für die Bundestagswahl im Herbst. Nun zieht die jüngste Abgeordnete im Parlament Konsequenzen.
Bela Bach

Bela Bach

Foto: Mark Fernandes

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bela Bach will sich nach der Bundestagswahl im September komplett aus der Politik zurückziehen. Das hat die Politikerin in einer Presseerklärung mitgeteilt.

»Ich werde den Landkreis München bis zum Wahltag weiter im Bundestag vertreten«, schreibt Bach, »nach meiner Nichtberücksichtigung auf der Landesliste der SPD trete ich aber von der Kandidatur zum Deutschen Bundestag zurück und stehe nicht mehr als Bundestagskandidatin zur Verfügung.« Weitere politische Ämter strebe sie gegenwärtig nicht an.

»Das Ergebnis ist bitter«

Am Samstag war Bach mit ihrer Kandidatur für Platz 18 bei der Listenaufstellung der Bayern-SPD gescheitert. Sie unterlag in einer Kampfabstimmung. Das Ergebnis der Landesvertreterversammlung sei bitter, erklärte Bach. Sie schreibt: »Die jüngste Frau im Bundestag hat auf der bayerischen SPD-Landesliste keinen aussichtsreichen Listenplatz mehr bekommen.«

Die 30-Jährige ist derzeit die jüngste Bundestagsabgeordnete, sie gehört seit Februar 2020 als Nachrückerin dem Deutschen Bundestag an. Bach wurde erst Ende Februar zum dritten Mal zur Direktkandidatin des Unterbezirks München-Land gewählt.

Ähnlich wie Bach erging es ihrem Parteifreund Florian Post. Auch ihm wurde ein Spitzenplatz auf der Liste weggeschnappt. Er versucht nun den Wahlkreis im Münchner Norden mit einer Erststimmenkampagne zu erobern. Beide sind in der Vergangenheit als Kritiker der Linie der Bayern-SPD aufgefallen.

ssp
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