Hauptstadt Berliner CDU will Kriegspanzer in der Stadt beseitigen

Panzer vom Typ T-34/76, die in der Schlacht um Berlin im Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren, vor dem sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten
Foto: Wolfgang Kumm/ dpaAus Kreisen der Berliner CDU wird die Forderung laut, die Geschütze und Panzer des sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Tiergarten zu entfernen. Deutschland hatte sich im Zuge der Wiedervereinigung verpflichtet, sowjetische Gedenkstätten wie etwa in Berlin-Treptow, Tiergarten oder Pankow-Schönholz dauerhaft zu erhalten.

Kerem Uzel / laif / DER SPIEGEL
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Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Stefanie Bung, sieht durch den Angriffskrieg auf die Ukraine die Grundlage für das Mahnmal in dieser Form zerstört. Zwar stehe Deutschland in der Verantwortung, der Toten der Weltkriege zu gedenken, allerdings sehe die Lage jetzt anders aus. »Heute steht der Panzer in Tiergarten nicht mehr nur für die Befreiung Deutschlands vom Nazi-Faschismus, sondern für die aggressive, territoriale Grenzen und Menschenleben missachtende Kriegsführung des Putin-Regimes.« Deshalb sollten diese »Symbole der Aggression und Kriegsverbrechen« aus dem Berliner Stadtbild verschwinden, so Bung. »Längst rollen russische Panzer in Europa – in der Ukraine – dem Land, aus dem viele der im Tiergarten beigesetzten Soldaten ursprünglich stammten«, begründet Bung ihre Forderung, die bald im Berliner Abgeordnetenhaus auch diskutiert werden soll. Deshalb hätten die T-34-Panzer keinen Platz und müssten weichen, so die CDU-Politikerin.