Kampf gegen Kriminalität Berliner Senat erwägt nächtliche Schließung des Görlitzer Parks

Drogenhandel und Gewalt: Dafür ist der Görlitzer Park weit über Berlin hinaus berüchtigt. Jetzt könnten die Behörden zu einer drastischen Maßnahme greifen - und das Gelände dichtmachen. Zumindest nachts.

Polizisten bei einer Kontrolle im Görlitzer Park (Archiv): Nachts am meisten Straftaten
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Polizisten bei einer Kontrolle im Görlitzer Park (Archiv): Nachts am meisten Straftaten


Im Kampf gegen Drogenhandel und Gewaltkriminalität erwägt der Berliner Senat offenbar eine Schließung des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg während der Nacht. Das wäre eine gute Lösung, die man in Betracht ziehen müsse, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) im Innenausschuss. Dazu müssten aber einige der vielen derzeitigen Eingänge durch Zäune mit Einlasstüren versehen werden. Der Görlitzer Park ist über Berlin hinaus wegen der dortigen Drogenszene berüchtigt.

Ein Vorbild könnte laut Akmann das Tempelhofer Feld sein, dessen Eingänge ab etwa 22 Uhr geschlossen würden. Nachts gebe es im Görlitzer Park die meisten Straftaten. Allerdings werde der Rauschgifthandel dann noch stärker in die umliegenden Straßen verlagert, darüber müsse man sich keine Illusionen machen, sagte Akmann. Bei der Entscheidung müsse aber der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einbezogen werden.

Seit Jahren läuft in Berlin ein Streit über den Umgang mit der Drogenszene am Görlitzer Park. Kürzlich sorgte ein Vorschlag für Aufregung, künftig Stehplätze für Dealer mit rosaroten Linien zu markieren.

Im Video: Kampf gegen Drogen - Ein Parkwächter und die Dealer

Deutsche Welle

kev/dpa



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