Bombendrohung Linken-Zentrale in Berlin vorübergehend geräumt

Per E-Mail hat ein anonymer Absender einen Anschlag auf die Zentrale der Linken in Berlin angekündigt. Das Gebäude wurde zwischenzeitlich evakuiert. Der Staatsschutz ermittelt.

Streifenwagen steht vor dem Karl-Liebknecht-Haus: Etwa 40 Mitarbeiter mussten die Parteizentrale der Linken verlassen
Paul Zinken/DPA

Streifenwagen steht vor dem Karl-Liebknecht-Haus: Etwa 40 Mitarbeiter mussten die Parteizentrale der Linken verlassen


Wegen eines Drohschreibens ist die Bundeszentrale der Linken in Berlin vorübergehend geräumt worden. Eine Sprecherin der Partei sprach von einer Bombendrohung, die als E-Mail eingegangen sei. Am Vormittag hätten daher alle Mitarbeiter das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin-Mitte verlassen müssen. Mittlerweile ist die Sperrung wieder aufgehoben.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, sei das Schreiben geprüft, eine Ernsthaftigkeit aber verneint worden. Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat sei eingeleitet worden.

Die Linke vermutet den Absender wegen des Wortlauts im rechtsextremen Lager. In einem Tweet sprach die Partei von "rechtem Terror".

Es war nicht die erste Bombendrohung gegen eine Parteizentrale in Berlin. Im Jahr 2015 war die SPD betroffen, auch damals wurde ein rechtsextremer Hintergrund vermutet.

asc/dpa/AFP

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