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Erinnerungskultur Neues NS-Dokumentationszentrum in Berlin geplant

Millionen Polen und Sowjetbürger fielen der NS-Verfolgung zum Opfer. Nun soll für sie eine Gedenkstätte entstehen. Darauf haben sich nach SPIEGEL-Informationen die zuständigen Parlamentarier der Großen Koalition geeinigt.
aus DER SPIEGEL 26/2020
Eine Straße im polnischen Lublin im Jahr 1940 nach einem deutschen Bombenangriff

Eine Straße im polnischen Lublin im Jahr 1940 nach einem deutschen Bombenangriff

Foto:

Al Steinkopf/ AP

In Berlin soll ein neues Dokumentationszentrum zum Gedenken an die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs zwischen 1939 und 1945 entstehen. Darauf haben sich nach SPIEGEL-Informationen die zuständigen Arbeitsgruppen in den Fraktionen der Großen Koalition geeinigt.

Wie aus ihrem Antragsentwurf hervorgeht, soll in der Erinnerungsstätte vor allem der Millionen Polen und Sowjetbürger gedacht werden, die der NS-Verfolgung zum Opfer fielen. Zudem sollen wenig beachtete deutsche Kriegsverbrechen in anderen Teilen Europas beleuchtet werden.

DER SPIEGEL 26/2020

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Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung auf, bis Jahresende einen Zeit- und Maßnahmenplan vorzulegen. Internationale Experten sollen Ausstellungskonzepte für das Dokumentationszentrum erarbeiten.

Erst kürzlich hatten bereits das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas die Errichtung einer solchen Gedenkstätte empfohlen. "Es wäre ein wichtiges Signal, den Antrag zum Dokumentationszentrum gemeinsam auf den Weg zu bringen", sagt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese. Der Bundestag könnte noch vor der Sommerpause darüber abstimmen.

bhr/lyr
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