Gruppierung "Jugendwiderstand" Polizei durchsucht Wohnungen von Linksextremen

Streng dogmatisch, aggressiv, antiisraelisch - so beschreiben die Behörden eine kürzlich aufgelöste, linksextreme Gruppierung in Berlin. Nun wurden Wohnungen von Mitgliedern durchsucht.


Die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft sind gegen die linksextremistische Gruppierung "Jugendwiderstand" vorgegangen. Sie durchsuchten neun Wohnungen von Mitgliedern dieser Gruppe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei den Vorwürfen gehe es unter anderem um Angriffe auf eine pro-israelische Demonstration am 12. September 2018 sowie auf eine Neonazi-Demonstration zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess am 19. August 2017.

Der "Jugendwiderstand" aus Neukölln galt als sehr kleine Gruppe aus 20 bis 25 jungen Mitgliedern mit einer sehr linksextremistischen Haltung. Im Internet gab sie kürzlich ihre Auflösung bekannt. Der Verfassungsschutz beschrieb sie als "streng dogmatisch" und kaderartig organisiert.

Die Gruppe wolle nach eigener Beschreibung "für den Sozialismus und die freie Zukunft des Kommunismus" kämpfen. Vorbilder seien Mao und Stalin. Die Mitglieder seien wegen ihrer aggressiven Terminologie, Angriffen auf Andersdenkende und der Israelfeindlichkeit weitgehend isoliert.

asa/dpa



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