Berlin Tunesier unter Terrorverdacht

Ein vor einer Woche in einer Berliner Moschee festgenommener Tunesier soll Kontakte zu einem Unterstützer der Terroranschläge in den USA gehabt haben. In seiner Wohnung fanden sich eine scharfe Schusswaffe, verdächtige Chemikalien und Computer-Programme für Flugsimulatoren.


Berlin - Der inzwischen inhaftierte Tunesier soll den Marokkaner Mounir El Motassadeq, der wegen der Verwicklung in die Attentate vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde, persönlich gekannt haben, berichtet die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.

Ein saudischer Diplomat, der laut einem SPIEGEL-ONLINE-Bericht unter Terror-Verdacht steht, hat Deutschland unterdessen verlassen, um seiner drohenden Ausweisung zu entgehen. Dies berichtete am Mittwochabend das ARD-Hauptstadtstudio. Dem Saudi werden Verbindungen zu einer den deutschen Behörden bekannten terroristischen Vereinigung nachgesagt. Das Auswärtige Amt erklärte, man nehme grundsätzlich nicht zu Personalveränderungen an Botschaften Stellung.

Der Diplomat soll ein aktiver Förderer der Neuköllner Al-Nur-Moschee gewesen sein. Dieses Gebetshaus in Berlin gilt den Sicherheitsbehörden als Treffpunkt islamischer Fundamentalisten und war am vergangenen Donnerstag Ziel einer Razzia. Dabei wurden sechs Männer vorläufig festgenommen, darunter der inhaftierte Tunesier.



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