Bis 2030 Verkehrssenatorin will Verbrenner-Autos aus Berlin verbannen

Nur noch Elektroautos in Berlin - das wünscht sich die Berliner Senatorin Regine Günther von den Grünen. Bis 2030 solle die Auto-emissionsfreie Umweltzone in der Stadt Realität werden.

Verkehrssenatorin Regine Günther: "Ich erwarte für die Jahre 2022/23 in Deutschland Durchbrüche im Bereich der E-Mobilität"
Gerald Matzka/ picture alliance/ dpa

Verkehrssenatorin Regine Günther: "Ich erwarte für die Jahre 2022/23 in Deutschland Durchbrüche im Bereich der E-Mobilität"


Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hat einen eigenen Plan für den Klimaschutz. Mittelfristig sollen dafür alle Autos mit Verbrennungsmotor aus der Hauptstadt verschwinden. "Für wirksamen Klimaschutz führt kein Weg daran vorbei, sich möglichst schnell vom Verbrennungsmotor zu verabschieden", sagte Günther dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Günther will in Zukunft dann nur noch Elektroautos in die Stadt lassen. "Ich erwarte für die Jahre 2022/23 in Deutschland Durchbrüche im Bereich der E-Mobilität", sagte sie. "Dann wird man sehen, was wie schnell machbar ist." Spätestens 2030 solle die Auto-emissionsfreie Umweltzone in Berlin Realität sein.

Die Kontrolle sei recht einfach, betonte Günther. "Beispielsweise anhand der Nummernschilder, auf denen Elektroautos durch das E leicht erkennbar sind. Insofern wäre die Kontrolle einfacher als beispielsweise bei den aktuellen Dieselfahrverboten."

Günther betonte, dass das Konzept Stadt ganz gedacht werden müsse: "Früher gab es das Verständnis, die ganze Straße gehört dem Auto, und der Rest muss zusehen, wie er klarkommt. Damit muss endlich Schluss sein." Sie selbst habe privat seit den Neunzigern kein eigenes Auto mehr.

Zugleich kritisierte sie ein zunehmendes Rowdytum. "Das ist fatal, weil mit mehr Autos und mehr Fahrrädern die Regeln umso mehr eingehalten werden müssen. Wir brauchen hier bessere Kontrollen." Deshalb werde die Fahrradstaffel der Polizei auf hundert Beamte aufgestockt.

mfh/AFP

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insgesamt 132 Beiträge
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spon-1311138649643 15.09.2019
1. Da kann man nur hoffen, ...
dass Frau Günther sich auch schon Gedanken zur operativen Umsetzung gemacht hat. Wie und wo die Millionen Fahrzeuge in Berlin z.B. geladen werden sollen und wie die notwendige Infrastruktur dafür in und vor allem unter die Straßen kommt. Viel Erfolg Berlin.
kraftmeier2000 15.09.2019
2. Da möchte
doch mal zu einem vernünftigen Vorschlag gratulieren, nur wo bleibt die Infrastruktur was Ladestationen angeht, auch in vermieteten Tiefgaragen oder Parkhäusern, das müsste sofort gesetzlich angegangen werden, ansonsten wird es nichts mit dem Plan. Ich würde so schnell es geht auf ein E-KFZ umsteigen wenn die finanziellen Mittel da sind, und eben obiges realisiert würde.
mrbiggg 15.09.2019
3.
Es wäre zu schön, wenn die Politik ernsthafte Überlegungen zum Klimaschutz beitragen würde, anstelle inhaltlosem Wahlkampfblabla. Eine Großstadt wie Berlin ohne Verbrenner? Natürlich. Weil sich jeder sowieso ein E-Auto zulegen kann und will! Weil es in einer Großstadt auch möglich ist, an jeder Ecke und vor seinem Haus, sein E-Auto zu laden. Ganz zu schweigen vom ohnehin schon überfüllten ÖPNV. Ach und der Strom wird ja auch CO2 neutral gewonnen... So ist das alles nur Augenwischerei.
jaund2003 15.09.2019
4. Das ist...
... doch nur populistisch und bringt keine Loesung, wenn E-Autos ja nur in der Anzahl die Verbrenner in der Stadt ersetzen. Das Klimaproblem wird doch durch die Elektrifizierung beim heutigen Energiemix nur verlagert, wenn nicht gar verschlimmert. Die irreversiblen Umweltschaeden beim Lithiumabbau kommen noch zusaetzlich hinzu! Zur CO2 Minderung gibt es zur Zeit nur die Alternative Diesel oder kein Auto!
Ökofred 15.09.2019
5. oh je...
DA wird wohl gleich wieder fröhlich losgeschimpft. Gleich von vornherein, alle großen Metropolen planen ähnliche Restriktionen, manche sin nur noch konsequenter und wollen den Autoverkehr gleich ganz verbieten.
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