Berlin-Wahlkampf Piraten ziehen laut Umfrage ins Parlament ein

In gut einer Woche wird in Berlin gewählt - aber was, wenn die Bürger heute ihre Stimme abgeben müssten? Laut einer ARD-Umfrage liegt die SPD derzeit mit 29,5 Prozent klar vor der CDU und den Grünen. Die Piratenpartei würde mit 6,5 Prozent erstmals in ein Landesparlament einziehen.
Christopher Lauer, Kandidat der Piratenpartei in Berlin: Gute Chancen

Christopher Lauer, Kandidat der Piratenpartei in Berlin: Gute Chancen

Foto: dapd

Berlin - Einer aktuellen Vorwahlumfrage zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin zufolge ist eine rot-grüne Koalition in der Hauptstadt ebenso möglich wie eine große Koalition - allerdings nicht eine Fortsetzung des rot-roten Senats.

In der Umfrage für die "ARD-Tagesthemen" sieht das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap die SPD jetzt mit 29,5 Prozent klar vorn. Es ist ein etwas schwächeres Ergebnis als in der Umfrage davor. Die CDU liegt bei 22 Prozent, die Grünen kommen auf 20 Prozent. Die Linke erreicht 11 Prozent. Die FDP würde mit 3 Prozent den Wiedereinzug in das Abgeordnetenhaus verpassen.

Knapp die Hälfte der Berliner (49 Prozent) ist der Ansicht, dass eine rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen "gut für Berlin" wäre. Über eine rot-rote Koalition aus SPD und Linken denken dies 33 Prozent, über eine große Koalition aus SPD und CDU 32 Prozent. Dass eine schwarz-grüne Koalition unter Führung der CDU "gut für Berlin" wäre, finden 22 Prozent der Wahlberechtigten. 13 Prozent denken dies über eine grün-schwarze Koalition unter Führung der Grünen.

Aufwind hat die Piratenpartei: Sie hat derzeit gute Chancen, erstmals in ein Landesparlament einzuziehen. In Vorwahlumfrage zur Wahl in gut einer Woche kommt die Piratenpartei auf 6,5 Prozent der Stimmen, wie der Westdeutsche Rundfunk in Köln am Donnerstagabend mitteilte. Damit würde die Partei erstmals in einem Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde überspringen und in ein Parlament einziehen.

Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte in Berlin telefonisch befragt.

lgr/dpa/dapd
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