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29. Januar 2009, 00:00 Uhr

Berliner Senator

Sarrazin wechselt angeblich zur Bundesbank

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin steht einem Bericht zufolge vor einem Wechsel zur Deutschen Bundesbank. Mitte des Jahres soll Sarrazin in den Vorstand nach Frankfurt berufen werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.

Berlin - Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) steht nach Informationen von "Morgenpost Online" vor einem Wechsel zur Bundesbank nach Frankfurt am Main.

Finanzsenator Sarrazin: Verlässt er Berlin für die Bundesbank?
DPA

Finanzsenator Sarrazin: Verlässt er Berlin für die Bundesbank?

Wie das Internet-Portal am Mittwochabend unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, soll Sarrazin zum 1. Mai in den Vorstand der Bundesbank berufen werden. Die Entscheidung sei in Berlin gefallen, hieß es. Zuvor sollen sowohl die Bundesbank selbst als auch das mitentscheidende Land Brandenburg ihre Zustimmung signalisiert haben.

Intern hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nach Informationen des Online-Dienstes angekündigt, die Personalie "zu gegebener Zeit" zu veröffentlichen. Offen sei noch, welche Aufgaben Sarrazin im Vorstand der Bank übernehmen soll.

Gerüchte um einen Postenwechsel Sarrazins hatte es bereits früher gegeben. Zuletzt war er als Nachfolger von Günther Merl als Chef des Bankenrettungsfonds (Soffin) im Gespräch.

Sarrazins Arbeit als Senator war in der Vergangenheit mehrfach durch offensive Verlautbarungen aufgefallen: Unter anderem empfahl er den Verbrauchern, sich angesichts hoher Energiepreise wärmer anzuziehen. Erst am Dienstag hatte er mit einem Verbalangriff auf den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann für Aufregung gesorgt.

amz/dpa

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