Berliner Spenden-Affäre Landowsky will "Prioritäten-Entscheidung" treffen

Klaus Landowsky, CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, gerät wegen der Wahlkampfspenden für die Berliner CDU zunehmend unter Druck. In Kürze will er eine Entscheidung über seine berufliche Zukunft treffen.


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Sieht die Leistungsträger der Partei auf seiner Seite: Klaus Landowsky
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Sieht die Leistungsträger der Partei auf seiner Seite: Klaus Landowsky

Berlin - Bei seiner Entscheidung habe er die volle Solidarität der CDU, dies sei einstimmig in der Sitzung versichert worden, betonte Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landeschef Eberhard Diepgen. Zugleich sei klar, dass Landowsky bei der falschen Verbuchung einer Wahlkampfspende einen gravierenden Fehler gemacht habe. Diese Vorgänge würden jetzt überprüft und der Ehrenrat der Partei dazu eingeschaltet.

Beobachter gehen davon aus, dass Landowsky seinen Vorstandsposten bei der Berlin Hyp aufgeben wird, der unsaubere Immobiliengeschäfte vorgeworfen werden.

Landowsky hatte zugegeben, 1995 zwei Parteispenden von je 20.000 Mark von den Geschäftsführern der Immobiliengesellschaft Aubis, Klaus Wienhold und Christian Neuling, erhalten zu haben, mit der seine Bank etwa zur gleichen Zeit große Kreditgeschäfte machte. Die Spenden hätten jedoch in keinem Zusammenhang mit seiner Berufstätigkeit gestanden.

DER SPIEGEL zitierte allerdings zwei Vermerke Wienholds. In einem sei die schleppende Kreditbearbeitung der Berlin Hyp moniert worden. In dem anderen sei die "zugesagte CDU-Spende für K.L." angeführt worden, die "unbedingt noch in diesem Jahr" gezahlt werden solle.

Landowsky versicherte dem "Tagesspiegel": "Es gibt nichts Vorwerfbares gegen mich." Zum Umgang mit den Spenden sagte er: "Über 20 Jahre wurde diese Praxis toleriert, und auf einmal schlägt die Stimmung um." Gelassen äußerte er sich zu den vom SPIEGEL angeführten Vermerken Wienholds. Für dessen Vermerk "kann ich doch nichts", sagte der CDU-Politiker. Landowsky will die 40.000 Mark an den CDU-Kreisverband Zehlendorf, Fraktionssprecher Markus Kauffmann und den Landesverband gegen Quittung weitergegeben haben. "Damit war die Sache für mich erledigt", sagte er. Im Nachhinein müsse er allerdings sagen: "Wäre ich nur vorsichtiger gewesen", erklärte Landowsky.



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