Piraten Parteichef Schlömer fürchtet AfD nicht als Konkurrenz

"Die Piraten schauen nach vorne, die AfD nach hinten" - Piratenchef Schlömer sieht die Euro-kritische Alternative für Deutschland nicht als Bedrohung für im Kampf um Wählerstimmen. Dabei haben die Euro-Gegner die Freibeuter in Umfragen zuletzt sogar überholt.
Piratenchef Schlömer: "AfD ist eine rückwärtsgewandte Partei"

Piratenchef Schlömer: "AfD ist eine rückwärtsgewandte Partei"

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Hamburg - In den jüngsten Wahltrends haben die Euro-Gegner die Piratenpartei schon überholt. Im "Stern"/RTL-Wahltrend vom Dienstag kommt die AfD bei der Sonntagsfrage auf drei Prozent - ein Prozentpunkt mehr als die Piraten.

Der Chef der Piratenpartei, Bernd Schlömer, sieht in der Alternative für Deutschland (AfD) dennoch keine direkte Konkurrenz für seine Partei. "Ich begreife die Alternative für Deutschland als eine eher rückwärtsgewandte Partei, die an liebgewonnenen Gewohnheiten festhalten möchte", sagte er am Freitag im Deutschlandfunk.

Zwischen den Piraten und der AfD gebe es keine inhaltlichen Überschneidungen. "Die Piraten schauen nach vorne, die AfD nach hinten", so Schlömer außerdem im Bayerischen Rundfunk.

Schlömers Partei will ab Freitag auf ihrem Bundesparteitag in Neumarkt in der Oberpfalz einen Weg aus der Krise finden. Die Piraten wählen einen Nachfolger des zurückgetretenen Geschäftsführers Johannes Ponader und wollen außerdem ihr Programm für die Bundestagswahl verabschieden. Darüber hinaus debattiert die Partei über den Aufbau einer internen Online-Plattform, auf der die Mitglieder permanent den Kurs der Partei bestimmen sollen.

syd/dpa
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