Biedenkopf Kein Anlass für personelle Veränderungen


Dresden - Die große Volkspartei CDU und ihre Führung befänden sich wegen der Spendenaffäre zwar in einer schwierigen Situation, hieß es in einer am Freitagabend in Dresden verbreiteten Erklärung des sächsischen Ministerpräsidenten. "Für die Diskussion um personelle Veränderungen gibt es jedoch keinen Anlass", erklärte der CDU-Politiker weiter. Ausdrücklich sicherte Biedenkopf dem Parteivorsitzenden Wolfgang Schäuble "meine Unterstützung und mein Vertrauen" zu.

Biedenkopf rief die Partei mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zur Geschlossenheit auf. Es sei für die CDU von großer Bedeutung, diese Wahlen zu gewinnen. "Darauf sollten sich die Anstrengungen aller, von der Führung bis zur Basis, richten", forderte Biedenkopf.

Schäuble war im Zusammenhang mit einer 100.000-Mark-Barspende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber auch aus den eigenen Reihen der Rücktritt nahe gelegt worden. Dabei war Biedenkopf als möglicher Übergangsvorsitzender ins Gespräch gebracht worden.

Biedenkopf erklärte dazu, dass in der Diskussion auch sein Name genannt worden sei, empfinde er als Anerkennung, für die er dankbar sei. Allerdings gebe es für diese Diskussion keinen Anlass. Schäuble sei der Vorsitzende der Partei.



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