Biedenkopfs Thronfolger CDU will erst 2002 entscheiden

Ende Januar hatte Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf angekündigt, 2003 - ein Jahr vor Ablauf der Legislaturperiode - aufzuhören. Wer soll am Hofe "König Kurts" sein Nachfolger werden? Darüber will die CDU erst nach der Bundestagswahl 2002 entscheiden.


Kurt Biedenkopf
AP

Kurt Biedenkopf

Dresden - Eine entsprechende Empfehlung an den Landesvorstand verabschiedete das Präsidium am Mittwochabend. Der Landesvorstand solle bis zum nächsten Parteitag im Herbst einen Vorschlag zur Beteiligung der CDU-Basis an der Entscheidung über die Nachfolge des 71-jährigen Regierungschefs erarbeiten.

Biedenkopf hatte im Zuge innerparteilicher Auseinandersetzungen Ende Januar angekündigt, sich 2003 - knapp ein Jahr vor Ablauf der Legislaturperiode - aus dem Amt zurückziehen zu wollen. Er wolle sich aktiv am Wahlkampf der CDU zur Landtagswahl 2004 beteiligen. Höhepunkt des Zwistes war die Entlassung von Finanzminister Georg Milbradt (CDU). Biedenkopf hatte sich von ihm wegen Differenzen bei der Regelung seiner Nachfolge getrennt. Das hatte eine Personaldebatte, unter anderem auch über den künftigen Parteivorsitz, ausgelöst. "König Kurt" wurde vorgeworfen, er wolle seinen Nachfolger selbst auswählen.

Der neue Parteivorsitzende solle turnusgemäß im Herbst gewählt werden, heißt es in der Empfehlung des Präsidiums weiter. Nach der Kommunalwahl im Juni solle das "Zukunftsprogramm" der CDU fortgeschrieben und die Grundlage für das Programm zur Landtagswahl 2004 erarbeitet werden.



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