BKA-Umzug nach Berlin Innenminister verteidigt seine Entscheidung

Otto Schily verteidigt die geplante Verlagerung von Teilen des Bundeskriminalamts nach Berlin. Nur durch diese Zusammenlegung könnten "optimale Arbeitsbedingungen" für das BKA gesichert werden, um neuen Bedrohungen wie dem Terrorismus begegnen zu können.


Denkt "ganz einheitlich": Innenminister Schily
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Denkt "ganz einheitlich": Innenminister Schily

Leipzig - Es sei wichtig, "die ermittlungsführenden Einheiten der Sicherheitsbehörde zusammenzuführen", sagte der Innenminister im ZDF-"Morgenmagazin". Neue Sicherheitsgefahren wie der Terrorismus müssten "ganz einheitlich" angegangen werden. Schily wies darauf hin, dass die Entscheidung im Einvernehmen mit der BKA-Leitung getroffen worden sei. Die von dem Umzug Betroffenen hätten außerdem genug Zeit, um sich auf die Neuerungen einzustellen.

Nach den Plänen des Innenministeriums sollen bis 2008 rund 2000 Mitarbeiter aus Wiesbaden und Meckenheim bei Bonn nach Berlin umziehen. Durch die Verlagerung würde der BKA-Standort in Berlin auf 2500 Beschäftigte aufgestockt. Vorgesehen ist, dass in Wiesbaden nur Servicebereiche wie Kriminaltechnik, kriminalistisch-kriminologische Forschung, die Informationstechnik und der Erkennungsdienst verbleiben.



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