Bonn/Berlin Doppelter Regierungssitz kostete fast 200 Millionen Euro

Der doppelte Dienstsitz vieler Ministerien in Berlin und Bonn kommt die deutschen Steuerzahler teuer zu stehen. In den vergangenen zehn Jahren soll der Bund fast 200 Millionen Euro dafür ausgegeben haben.

Hamburg - Rund 196 Millionen Euro habe der Bund unter anderem für Umzugskosten, Trennungsgeld, Flug- und Bahnreisen sowie Ausgleichszahlungen an Bundesbedienstete gezahlt, berichtet die "Bild"-Zeitung. Das Blatt beruft sich auf einen Bericht der Bundesregierung an den Haushaltsausschuss des Bundestages.

Der haushaltspolitische Sprecher der Union Steffen Kampeter sprach sich derweil gegen weiteres Umzugsgeld für Bonner Regierungsbeamte aus. "16 Jahre nach der deutschen Einheit muss damit nun langsam mal Schluss sein", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". Er plädiere deshalb für ein Auslaufen des Dienstrechtlichen Begleitgesetzes, das die Sonderzahlungen seit 1996 regelt.

als/ddp

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