Boom-Streit Wie viel Schröder im Aufschwung steckt

Schröder vs. Westerwelle - wem gehört der Aufschwung? Der Altkanzler und der Jungminister reklamieren die Urheberschaft für sich. SPIEGEL ONLINE macht den Faktencheck.

Altkanzler Schröder: Er sieht sich als Vater des deutschen Wirtschafts-Aufschwungs
MARCO-URBAN.DE

Altkanzler Schröder: Er sieht sich als Vater des deutschen Wirtschafts-Aufschwungs

Von Anna Fischhaber und


Berlin - Weniger als drei Millionen Arbeitslose. Mehr als drei Prozent Wachstum. Der deutsche Patient, über den sich die Welt noch vor Jahren ernsthaft sorgte, gesundet. Der Motor läuft wieder - und soll ganz Europa aus der Krise treiben.

Aber wem gehört der Aufschwung?

Gerhard Schröder behauptet in der "Bild"-Zeitung: "Die Agenda hat einen erheblichen Anteil am Aufschwung." Gemeint ist die Agenda 2010, zwischen 2003 und 2005 das politische Großthema seiner Kanzlerschaft. Sie bestand im Kern aus teils radikalen Änderungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft. Der Anteil der Merkel/Westerwelle-Koalition am Aufschwung? Klare Sache für den Altkanzler: "Die heutige Bundesregierung hat nicht viel damit zu tun."

Der schwarz-gelbe Konter kommt prompt. FDP-Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle sagt: "Die mittelstandsfreundliche Politik dieser Regierung hat ihren Anteil daran, dass es jetzt so hervorragend bergauf geht."

Wer hat Recht?

Alfred Boss vom Institut für Weltwirtschaft Kiel hält die Agenda 2010 für einen "wichtigen Faktor" bei der Erklärung des Aufschwungs.

Vorsichtiger ist Christian Dreger, Leiter der Konjunkturabteilung des DIW Berlin: "Der Aufschwung hat viele Väter", sagt er.

Gustav Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, hält das Eigenlob des Kanzlers für völlig daneben. "Schröder feiert eine falsche Vaterschaft", sagt er.

Warum hat sich die deutsche Wirtschaft so gut erholt? SPIEGEL ONLINE analysiert die Aufschwung-Faktoren - und wer sie politisch verantwortet:



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Seite 1
creativefinancial 28.10.2010
1. schröder
Zitat von sysopSchröder vs. Westerwelle - wem gehört der Aufschwung? Der Altkanzler und der Jungminister reklamieren die Urheberschaft für sich. SPIEGEL ONLINE macht den Fakten-Check. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725709,00.html
Ohne Zweifel ist das das Ergebnis der Schröder Politik.
delta058 28.10.2010
2. Meine Meinung
Zitat von sysopSchröder vs. Westerwelle - wem gehört der Aufschwung? Der Altkanzler und der Jungminister reklamieren die Urheberschaft für sich. SPIEGEL ONLINE macht den Fakten-Check. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725709,00.html
Schröders Anteil ist schwer fest zu machen, aber Westerwelles dagegen ganz einfach, Null, Nada, Niente, Nothing. Der Typ ist so unfähig da ist es ein Wunder das wir trotz ihm und seiner Mövenpickpartei sowas wie einen Aufschwung haben.
sprechweise, 28.10.2010
3. Testosteron
Zitat von sysopSchröder vs. Westerwelle - wem gehört der Aufschwung? Der Altkanzler und der Jungminister reklamieren die Urheberschaft für sich. SPIEGEL ONLINE macht den Fakten-Check. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725709,00.html
Wir erinnern uns, das Ka-Schröder 2000 etwa 6 Monate nach seiner Erstwahl den positiven Trend auf sich bezog (obwohl eher Kohl bedingt). Kurz darauf ging jedoch der Trend ins negative, das hat er aber nie für sich reklamiert. Wer will den Testosteron- und Basta-Kanzler zurück?
Roßtäuscher 28.10.2010
4. Keinem von beiden
Zitat von sysopSchröder vs. Westerwelle - wem gehört der Aufschwung? Der Altkanzler und der Jungminister reklamieren die Urheberschaft für sich. SPIEGEL ONLINE macht den Fakten-Check. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725709,00.html
Westerwelle hat überhaupt keinen Anspruch, wofür denn? Schröder hätte vielleicht einen Anspruch, wenn er nicht so dilettantisch die brennenden Dinge angegangen wäre. Hartz-IV ist eine unausgegorene fortwährende Baustelle, die nur noch verpflastert wird. Schröder hat die chaotischen Verhältnisse heraufbeschworen, so wie sie jetzt sind. Wenn es einen Boom-Streit gibt, dann hat Olaf Scholz sehr viel gerade gebogen. Inwieweit Steinbrück beteiligt ist, weiß man nicht so direkt. Schön, wenn sich Nulpen um Fell-Verteilung streiten, die andere erst brauchbar gerben mussten.
Redigel 28.10.2010
5. Dr.
Westerwelle ist das Unwort des Jahres 2010 und steht in harter Konkurrenz mit Mappus und Rech auf der Beliebtheitsskala.
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