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Bosnien-Herzegowina Bundeswehr soll Dienstag neuen Einsatz starten

aus DER SPIEGEL 33/2022

Am Dienstag kommender Woche sollen die ersten von insgesamt 50 deutschen Soldatinnen und Soldaten nach Bosnien-Herzegowina verlegt werden. Zunächst werde eine niedrige Zahl im zweistelligen Bereich in die Hauptstadt Sarajevo entsandt, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. Der Aufwuchs solle schrittweise erfolgen, sodass »ein paar Wochen« vor der Parlamentswahl in dem Westbalkanstaat am 2. Oktober die deutschen Kräfte vollzählig vor Ort sind. In Sarajevo soll die Bundeswehr die Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte unterstützen. Zwei Verbindungs- und Beobachtungsteams sollen im serbischen Landesteil Republika Srpska präsent sein und dort mit der Bevölkerung in Austausch treten. Die nationalistische Führung der Republika Srpska arbeitet auf die Abspaltung der Teilrepublik vom Bundesstaat Bosnien-Herzegowina hin. Der Bundestag hatte im Juli den Wiedereinstieg der Bundeswehr in die EU-Mission Eufor Althea beschlossen. Deutschland beteiligte sich bereits von 2004 bis 2012 an dem Einsatz. Als Gründe für die Rückkehr nach Bosnien-Herzegowina führen das Außen- und das Verteidigungsministerium die angespannte innenpolitische Lage sowie Versuche der Einflussnahme durch Russland an. Innerhalb der Bundesregierung hatte vor allem Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für die Neuauflage des Bosnien-Einsatzes geworben. Das Haus von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) war zunächst skeptisch.

kor
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