Umfrage zur Landtagswahl AfD in Brandenburg kommt auf mehr als 20 Prozent

Bei den Landtagswahlen in Brandenburg könnte die AfD laut einer Erhebung stärkste Kraft werden. Die Wählergunst gilt demnach vor allem der Partei - nicht dem Spitzenkandidaten.

AfD-Anhänger bei einer Kundgebung in Cottbus (Archiv)
Patrick Pleul/ DPA

AfD-Anhänger bei einer Kundgebung in Cottbus (Archiv)


Weniger als drei Monate vor der Landtagswahl in Brandenburg ist die AfD in einer Umfrage erstmals stärkste Kraft. In einer Erhebung von Infratest Dimap für den Sender RBB kommt die Partei auf 21 Prozent. Die regierende SPD kann bei den Wahlen am 1. September nur noch auf 18 Prozent der Stimmen hoffen - das wäre ein Verlust von rund 13 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2014.

Grüne und CDU liegen der Umfrage zufolge gleichauf. Beide kommen auf 17 Prozent der Stimmen und liegen damit vor der Linkspartei (14 Prozent). Der FDP würde mit fünf Prozent der Einzug in den Landtag knapp gelingen.

Für die repräsentative Erhebung wurden vom 3. bis zum 6. Juni 1000 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt. Könnten die Befragten den Ministerpräsidenten direkt wählen, würde sich eine Mehrheit von 48 Prozent für Amtsinhaber Dietmar Woidke (SPD) entscheiden. Vor der vergangenen Landtagswahl hatte sein Beliebtheitswert noch bei 70 Prozent gelegen.

Woidkes CDU-Herausforderer Ingo Senftleben käme auf nur elf Prozent. Den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz wünschen sich nur acht Prozent als Regierungschef. Auch von den AfD-Anhängern würde nur jeder Dritte Kalbitz zum Ministerpräsidenten wählen.

Klimawandel und Umweltschutz im Fokus

Das rot-rote Regierungsbündnis hat in Brandenburg laut Umfragen schon seit Monaten keine Mehrheit mehr. In der aktuellen Befragung zeigt sich eine knappe Mehrheit von 49 Prozent mit der Regierungsarbeit unzufrieden.

Neben Infrastruktur-, Verkehrs- und Bildungsthemen treiben vor allem Umweltschutz und Klimawandel die Brandenburger um: 19 Prozent der Befragten halten es für ein dringendes Problem - sieben Prozentpunkte mehr als bei einer Erhebung im April.

fek/AFP

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