Vor Landtagswahl im September Ingo Senftleben wird CDU-Spitzenkandidat in Brandenburg

"Bock auf Brandenburg": Bei einem Parteitag in Potsdam wählte die Landes-CDU Ingo Senftleben zum Spitzenkandidaten. Er will SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke ablösen.

Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Senftleben (Archivbild)
Jörg Carstensen/DPA

Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Senftleben (Archivbild)


Brandenburgs CDU geht mit ihrem Landeschef Ingo Senftleben als Spitzenkandidat in die Landtagswahl am 1. September. Nach Angaben der Partei erhielt er am Samstag bei einem Parteitag in Potsdam 73,2 Prozent der Stimmen.

Zuvor hatte Senftleben die Delegierten mit einer kämpferischen Rede auf einen Sieg bei der Landtagswahl eingeschworen: "Ich habe Bock auf Brandenburg, und ich habe Bock auf unsere Mannschaft." Als Schwerpunkte seines Wahlkampfs nannte er unter anderem Familienpolitik sowie die Einstellung von mehr Polizisten und Lehrern.

Senftleben machte deutlich, dass er den amtierenden Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) ablösen wolle. Dieser hatte 2013 das Amt vom zurückgetretenen Regierungschef Matthias Platzeck übernommen und wurde darin bei der Landtagswahl 2014 bestätigt. Woidke regiert mit den Linken zusammen - ein Bündnis, das nach jüngsten Umfragen bei der Landtagswahl am 1. September auf keine Mehrheit kommt.

Darauf setzt jetzt auch Senftleben, der schon als CDU-Landeschef mögliche Bündnisse sondierte. Allerdings bekam er bereits von den Linken eine Gesprächsabsage, weil er gleichzeitig auch mit der AfD reden wollte.

cbu/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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ddcoe 15.06.2019
1. Schade nur
das eine komplett überforderte AKK den Laden nicht im Griff hat. Solange einige Deppen von Koalitionen mit der AfD faseln, werden sich noch mehr Wähler von der CDU abwenden.
laermgegner 15.06.2019
2. Wird nichts werden
Ex- Bau Polier Senftleben hat die menschlichsten Züge in Brandenburg , aber seine Kampfansage geht ins Leere, auch weil er die Konflikte der CDU - Brandenburg nur übertünscht. Wir werden in Brandenburg das gleiche Spiel erleben wie in Bremen und Berlin . ROT - ROT - Grün, in der Folge, dass die Protestwähler bei der nächsten Wahl noch stärker sein werden.
arvenfoerster 15.06.2019
3. Gute Chancen
In Brandenburg haben sich SPD und Linke in der Regierungsarbeit verbraucht. Die Grünen haben nur in Potsdam eine relevante Wählerschaft. Dort leben zwar vergleichsweise viele Wähler, aber es sind eben auch nur wenige Wahlkreise. Die CDU hat also gute Chancen stärkste Kraft im neuen Landtag zu werden. Das Ingo Senftleben eine Koalition mit der AfD nicht mehr kategorisch ausschliessen kann, liegt an den rot-rot-grün-Plänen sowohl in Bremen, als auch im Bund. Die Genossen haben in ihrer Verzweiflung Extremisten die Türen zu den Ministerien geöffnet. Jetzt fehlt es schlicht an Begründungen die AfD nun draussen zu halten. Ich hoffe allerdings auf eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition. Es wird spannend am 1. September.
telarien 15.06.2019
4. Ach komm
Was genau soll denn die CDU von einer Koalition mit der AFD abhalten? Zunächst mal werden Lobbyisten kommen mit der Botschaft: macht das. Und dann, wo genau soll denn der Unterschied zur CSU sein?
batatero 15.06.2019
5. Da war doch was...
Die CDU wird wohl kaum mit dem Neonazi (und nicht mal die AfD-Mitglieder in Brandenburg bestreiten, dass der einer ist) und Dumofbacken, wie der Frau Bessin koalieren. Es reicht ein Blick in die letzte Landtagssitzung. Wer so ausgetickt, wie der AfD-Abgeordnete Jung, hat weder in einem Parlament, noch in einem Ministerium etwas zu suchen. Die Brandenburger CDU ist heute deutlich ins konservative Lager zurückgerückt und hat nun die Chance mit Frau Dr. Ludwig und Co. die verirrten konservativen Wähler von der AfD zurückzuholen.
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