Nach Auftritt mit AfD-Politiker Brandenburger Linken-Spitze fordert Genossen zum Rücktritt auf

Ein Linken-Mitglied wollte im brandenburgischen Forst mit der AfD kooperieren. Die Landesspitze spricht von einem immensen Schaden für die Partei.
Wasserturm in Forst in der brandenburgischen Lausitz

Wasserturm in Forst in der brandenburgischen Lausitz

Foto: Rainer Weisflog/ imago images

Im brandenburgischen Forst sind Vertreter der Linken kürzlich gemeinsam mit der AfD und einem Wählerbündnis vor die Presse getreten. Gemeinsam wollten der Linken-Fraktionschef der Stadtverordnetenversammlung Ingo Paeschke und Konstantin Horn, Fraktionschef der AfD, mit dem Bündnis einem Antrag zu einem Jugendhaus zu einer Mehrheit verhelfen.

Die Parteispitze der Linken schwieg zunächst zu dem Zwischenfall. Nun haben die Landesvorsitzenden Anja Mayer, Katharina Slanina und der Kreisvorsitzende der Linken Lausitz, Matthias Loehr, gemeinsam geäußert und den Rücktritt ihres Genossen gefordert.

Der geschäftsführende Landesvorstand habe den Fraktionsvorsitzenden "aufgefordert, die politische Verantwortung für den Vorgang zu übernehmen und persönliche Konsequenzen zu ziehen", hieß es in einer Pressemitteilung.

Weiter schreibt die Landesspitze: "Es darf und es kann keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben! Dazu gibt es eine klare Beschlusslage in der Partei."

"Der entstandene Schaden für die Linke ist immens"

Der geschäftsführende Bundesvorstand der Linken hatte Anfang März noch einmal festgestellt, dass die AfD keine demokratische Partei sei. Eine gemeinsame Pressekonferenz von Abgeordneten der Linken und der AfD sei deshalb völlig inakzeptabel: "Der entstandene Schaden für die Linke ist immens."

mfh/kev
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