Brandenburg Rechtsextremer gesteht Brandanschlag in Zossen

Sie wollten dem Extremismus den Kampf ansagen - dann stand das Gebäude einer brandenburgischen Bürgerinitiative im Städtchen Zossen plötzlich in Flammen. Im Inneren befand sich eine Ausstellung über das jüdische Leben im Ort. Nun hat ein Rechtsextremer zugegeben, das Feuer gelegt zu haben.

Berlin - Der Brandanschlag auf das "Haus der Demokratie" im brandenburgischen Zossen ist offenbar aufgeklärt. Der rechtsextreme Daniel S. hat gegenüber der Polizei ein Geständnis abgelegt und auch die rechtsextreme Motivation der Tat eingeräumt.

Das Haus war in der Nacht zum 23. Januar bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten zwei einschlägig bekannte Rechtsextreme vor dem Haus posiert und sich gegenseitig fotografiert. Sie waren erst als Zeugen vernommen worden, später als Tatverdächtige.

Auf rechtsextremen Internetseiten war gegen das Haus und seine Betreiber in den letzten Monaten massiv gehetzt worden, der Sprecher der Initiative, Jörg Wanke, war immer wieder bedroht worden. In dem "Haus der Demokratie" befand sich eine Ausstellung über das jüdische Leben in Zossen. Die "Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht" hatte das Haus erst im September 2009 eröffnet, bereits kurz danach hatten Unbekannte das Gebäude mit Hilfe eines Pulverfeuerlöschers verwüstet und Scheiben eingeschlagen. Die Initiative warnt seit langem vor sogenannten Freien Kameradschaften in Zossen, die als extrem gewaltbereit gelten.

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