Zusammenbruch im Landtag Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness ist tot

Klaus Ness war einer der wichtigsten Sozialdemokraten in Brandenburg. Jetzt ist der SPD-Fraktionschef gestorben. Er war zuvor im Landtag zusammengebrochen.

SPD-Fraktionschef Klaus Ness: Im Parlament zusammengebrochen
DPA

SPD-Fraktionschef Klaus Ness: Im Parlament zusammengebrochen


Der SPD-Fraktionschef in Brandenburg, Klaus Ness, ist tot. Der 53-jährige Politiker hatte am Donnerstagabend bei einem Empfang im Potsdamer Landtag einen Herzinfarkt erlitten und war zusammengebrochen.

Die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher und der CDU-Abgeordnete Michael Schierack, beide Ärzte, kümmerten sich um Ness. Er wurde mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. Dort starb er in der Nacht.

Der Sozialdemokrat galt als Stratege, er war ein einflussreicher Strippenzieher bei den Sozialdemokraten in Brandenburg. Der gebürtige Niedersachse war mehr als 20 Jahre in der Brandenburger SPD aktiv.

Er wurde am 15. Februar 1962 im niedersächsischen Peine geboren, er trat an seinem 15. Geburtstag in die SPD ein. Der Diplom-Pädagoge kam 1991 als Referent des SPD-Landesverbandes nach Brandenburg. Vor seiner Zeit als Fraktionschef war Ness Landesgeschäftsführer und Generalsekretär seiner Partei.

Neben dem früheren Ministerpräsidenten Mathias Platzeck (SPD) war er einer der Wegbereiter der rot-roten Koalition in Brandenburg, die 2009 erstmals gebildet wurde.

Ness galt als enger Vertrauter von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). "Die Abgeordneten und Mitarbeiter der Fraktion sind von tiefer Trauer erfüllt", hieß es in der Erklärung des Fraktionssprechers. "Die Fraktion wird am Freitag zusammenkommen, um ihres Vorsitzenden zu gedenken."

heb/dpa



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