Regierungsbildung in Bremen Auch SPD für rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen

Nach den Grünen und Linken hat auch die Bremer SPD den Weg für Verhandlungen über eine rot-grün-rote Regierung frei gemacht. Der Landesvorstand beschloss, formelle Gespräche aufzunehmen.

Sascha Karolin Aulepp, Landesvorsitzende der SPD, und Carsten Sieling, Bürgermeister in Bremen, bei der Landesvorstandssitzung der Bremer SPD.
Carmen Jaspersen/dpa

Sascha Karolin Aulepp, Landesvorsitzende der SPD, und Carsten Sieling, Bürgermeister in Bremen, bei der Landesvorstandssitzung der Bremer SPD.


Der Weg für rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen in Bremen ist frei. Nach Grünen und Linkspartei stimmte am Freitagabend erwartungsgemäß auch der SPD-Landesvorstand für die Aufnahme formeller Gespräche über die Bildung einer Landesregierung. Für die Linken wäre es die erste Regierungsbeteiligung in einem westdeutschen Bundesland.

Bei den Grünen hatte sich ein Landesparteitag schon am Donnerstagabend mit mehr als 90 Prozent der Stimmen für Koalitionsverhandlungen mit SPD und Linken ausgesprochen. Auch beim Parteitag der Linkspartei fiel das Ergebnis mit 78 Prozent Zustimmung deutlich aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist die erste Koalitionsrunde für kommenden Mittwoch geplant.

Die SPD war am 26. Mai als Verlierer aus der Landtagswahl in Bremen hervorgegangen, hatte aber trotzdem den Auftrag zur Regierungsbildung für sich in Anspruch genommen. Die CDU war nach mehr als sieben Jahrzehnten erstmals stärkste Kraft geworden. Allerdings hatten sich die Grünen gegen Koalitionsgespräche mit CDU und FDP ausgesprochen.

lie/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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MisterD 07.06.2019
1. Bevor das hier gleich wieder thematisiert wird...
Nein die stärkste Fraktion hat nicht das Vorrecht und schon gar nicht das alleinige Recht über eine Koalition zu verhandeln. Über eine Koalition können grundsätzlich alle Parteien miteinander verhandeln, auch wenn das im Extremfall hiesse, dass sich z.B. in Bayern alle Parteien gegen eine CSU mit 49% verbünden. Es regiert, wer die Mehrheit hat und nicht, wer am Wahlabend meint, er habe die Wahl gewonnen...
ddcoe 07.06.2019
2. Sehr gut
und ich hoffe das es dann auch gut funktioniert mit dieser Koalition. Das nächste wäre dann der Bund - und die Union erst einmal in der Opposition.
vincent_freeman 07.06.2019
3. Strohhalm
die SPD hat es auch bitter nötig. Solch ein schwaches Abschneiden und trotzdem mit aller Macht an die Macht. Da wird sogar mit den Linken zusammengespannt. Hilft auch nichts. Die SPD wird es in 10 Jahren nicht mehr geben. Da wird der Kevin sehr alleine sein....
haarer.15 07.06.2019
4. Vernunft-Bündnis
Es passt. Vorallem weil bei RRG offenbar auch die Chemie in etwa stimmt - und die geistige und inhaltliche Nähe wohl am besten gegeben ist. Damit kann auch besser regiert und nicht stolperig herumgeschustert werden. Bremen braucht auf alle Fälle mehr als nur klitze-kleinste gemeinsame Nenner. Jamaika kann und sollte man endgültig als Traumtänzerei abhaken.
darampoucas 08.06.2019
5. Unbelehrbar
Die SPD bleibt unbelehrbar, wenn sie die Meinung der Bevölkerung ignoriert. Die Bremer haben ein klares Zeichen gesetzt, was sie von der bisherigen Regierung halten und wenn sie statt dessen regieren sehen wollen.
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