Bremen Henning Scherf strebt keine Ämter mehr an

Bremens Bürgermeister Henning Scherf ist Spekulationen um einen Wechsel nach Berlin entgegengetreten. Nach seinem gestern Abend angekündigten Rücktritt als Regierungschef des kleinsten Bundeslandes will er keine politischen Ämter mehr übernehmen.


Henning Scherf (Archiv): Recht auf ein Leben nach der Politik
DDP

Henning Scherf (Archiv): Recht auf ein Leben nach der Politik

Berlin - Im ZDF-Morgenmagazin sagte der SPD-Politiker heute, er sei und bleibe in Bremen zwar eine öffentliche Person, doch habe er nach 27 Jahren in der Landesregierung "das Recht auf ein Leben nach der Politik". Er werde zwar gezielt helfen, wenn er Hilfe leisten könne, doch komme eine neue politische Aufgabe nicht mehr in Frage.

Scherf, der in Bremen eine rot-schwarze Koalition führt und jetzt einem Jüngeren Platz machen will, glaubt, den Zeitpunkt für seinen Rücktritt richtig gewählt zu haben. So sei die Bundestagswahl vorbei, und die sich in Berlin abzeichnende große Koalition von CDU/CSU und SPD werde den Übergang erleichtern. Der SPD-Politiker sagte, dies werde er auch in Zukunft und außerhalb der Politik tun. Als verantwortlicher Politiker und als bekannte Persönlichkeit müsse man zuversichtlich vorleben, dass es Zukunftsoptionen gibt, dass man Zutrauen habe.

Der 67-Jährige versprach, sich nicht abmelden zu wollen. Wie sein Vorvorgänger, der frühere Bremer Bürgermeister Hans Koschnick, werde er zufrieden sein, wenn er weiterhin viele andere Menschen sehe und selbst gern gesehen werde.



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