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02. Mai 2012, 23:06 Uhr

Umstrittene FDP-Aktion

Brüderle-Brief auch in Schleswig-Holstein verschickt

Die Liberalen in Kiel sagen, bisher seien keine Briefe von Rainer Brüderle im Norden aufgetaucht. Allerdings erhielten das umstrittene FDP-Schreiben auch Bürger in Eckernförde, Bad Segeberg, Lübeck und Flensburg - unter anderem der Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck.

Hamburg - Die Briefkampagne des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle mischt nun auch den Wahlkampf in Schleswig-Holstein auf. Das umstrittene Schreiben, in dem der Liberale für die FDP-Politik und den Schuldenabbau in Deutschland wirbt, landete auch im Norden in mehreren Haushalten. Einer der Adressaten: Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck.

Habeck hat das Schreiben fotografiert und zeigt es auf seinem Facebook-Account. Er schreibt dazu: "Finde zuhause Post von Brüderle - an mich. Das wäre doch nicht nötig gewesen."

Die FDP in Kiel hatte zuvor erklärt, bisher seien keine derartigen Schreiben im nördlichsten Bundesland aufgetaucht. Man habe von der Aktion nichts gewusst.

Allerdings berichteten auch Bürger in Eckernförde, den Brüderle-Brief erhalten zu haben. Nach Informationen der Grünen ging das Schreiben zudem an Haushalte in Lübeck, Bad Segeberg - und eben Flensburg, wo auch der Spitzenkandidat Habeck wohnt.

SPD und Grüne wollen die FDP-Briefaktion prüfen lassen. Für Sozialdemokraten und Grüne liegt der "Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung" nahe. Eine solche Postwurfsendung, die offensichtlich aus Mitteln der Bundestagsfraktion bezahlt worden sei, überschreite eindeutig die Grenzen. Die kriselnde FDP kämpft in Schleswig-Holstein um die Wiedereinzug in den Landtag.

heb

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