Brüssel grollt Kein Platz für deutsche Neuverschuldung

Die deutsche EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer hat die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Diskussion über einen etwaigen Nachtragshaushalt vor neuen Schulden gewarnt.


Berlin - Laut der Zeitung "Die Welt" erklärte Schreyer, die deutschen Zahlen zeigten, "dass kein Platz für Neuverschuldung ist". Die Bundesregierung solle stattdessen am Konsolidierungskurs festhalten.

Dem Blatt zufolge drohte sie, wenn die laut Euro-Stabilitätspakt höchstzulässigen drei Prozent Defizit überschritten würden, "leiten wir ein Verfahren ein". Die Kommission wolle nicht zulassen, dass am Stabilitätspakt gerüttelt werde. Die deutschen Zahlen würden in der Kommission genau analysiert werden. Die Auswertung werde spätestens zum Finanzministertreffen Anfang November vorliegen. Dann werde es sich zeigen, ob die von Bundesfinanzminister Hans Eichel genannten 2,9 Prozent tatsächlich 2,9 Prozent seien.



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.