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12. Februar 2001, 19:06 Uhr

BSE

Schlachtrinder für die Forschung

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Verbraucherministerin Künast will am Freitag über eine Eilverordnung zur Einführung von BSE-Tests für lebende Rinder entscheiden. Die anstehende Massenschlachtung soll helfen, die Erforschung der Seuche zu beschleunigen.

BSE-Schnelltest: Demnächst auch Tests für lebende Rinder?
DPA

BSE-Schnelltest: Demnächst auch Tests für lebende Rinder?

Berlin - Nach einem Ministeriumsbeschluss vom Montag sollen die Schlachttiere Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden, die an Hand einer großen Zahl von Proben eine realistische Abschätzung der tatsächlichen Durchseuchung des Rinderbestandes erstellen sollen.

Um die Verseuchungsgefahr für Schlachthöfe zu verringern, will Künast zudem künftig auch lebende Tiere auf die BSE-Seuche untersuchen lassen. Mit einem an der Universität Zürich entwickelten Test können infizierte Tiere nach Ansicht ihrer Fachleute bereits auf dem Bauernhof erkannt und aussortiert werden. Ob sie den Test per Eilverordnung durchsetzt, will die Ministerin nach der für kommenden Freitag geplanten Entscheidung des Bundesrats zum BSE-Bekämpfungsgesetz entscheiden.

Tobias Held, Vizepräsident der Bayerischen Landestierärztekammer, hatte den etwa 50 Mark teuren Test in der vergangenen Woche im Ministerium vorgestellt. Nach dem in der Schweiz bereits erprobten Verfahren müssten Veterinäre die für eine Schlachtung vorgesehenen Rinder mit Blitzlicht und Berührungen untersuchen.

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