Buback-Attentat Boock nennt erneut Wisniewski als möglichen Mörder

Der frühere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock hat im Prozess gegen seine einstige Genossin Verena Becker bekräftigt, dass sie nicht an der Ermordung Siegfried Bubacks beteiligt gewesen sei. Er nannte die Ex-Terroristen Günter Sonneberg, Stefan Wisniewski sowie Knut Folkerts als mögliche Täter.

Peter-Jürgen Boock: "Ich denke, dass er zu dem Kommando gehörte"
REUTERS

Peter-Jürgen Boock: "Ich denke, dass er zu dem Kommando gehörte"


Stuttgart - RAF-Aussteiger Peter-Jürgen Boock hat erneut den ehemaligen Terroristen Stefan Wisniewski als möglichen Mittäter des Attentats auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback genannt. Er gehe davon aus, dass es Wisniewski gewesen sei, der die anderen Mitglieder der "Roten Armee Fraktion" über den aus ihrer Sicht erfolgreichen Mordanschlag informiert habe, sagte Boock am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Zu dem Kommando hätten seiner Überzeugung nach neben Wisniewksi die Ex-Terroristen Günter Sonneberg und womöglich auch Knut Folkerts gehört.

Boock hatte schon in früheren Äußerungen Wisniewski als möglichen Täter des Anschlags auf Buback 1977 genannt. Der RAF-Aussteiger hatte ihn 2007 im Zusammenhang mit der Diskussion um eine vorzeitige Haftentlassung des Ex-Terroristen Christian Klar beschuldigt. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft führten bislang aber zu keinem Ergebnis. In Stuttgart ist Verena Becker als mögliche Mittäterin angeklagt.

Er habe mit anderen RAF-Mitgliedern in Amsterdam das Attentat abgewartet, sagte Boock. "Aus allem heraus war es klar, dass es Stefan Wisniewski war, der angerufen hat", so Boock. "Ich denke auch, dass er zu dem Kommando gehörte und wusste, dass es geklappt hat. Sonst hätte er das nicht mitteilen können."

Wo Becker am Tattag genau gewesen sei, wisse er aber nicht. Das Bekennerschreiben zu dem Mord sei von den in Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen um Andreas Baader und Gudrun Ensslin vorformuliert worden. Er könne sich auch nicht daran erinnern, dass Becker bei der Verbreitung des Bekennerschreibens eine Vorreiterrolle einnahm.

Verena Becker ist angeklagt, weil sie bei der Entscheidung für den Anschlag sowie der Organisation eine maßgebliche Rolle gespielt haben soll. Der Sohn des Ermordeten, der Nebenkläger Michael Buback, glaubt hingegen, dass Becker selbst seinen Vater erschossen hat. Neben Boock sollen im dem Prozess noch weitere einstige RAF-Terroristen gehört werden. Darunter sind am 24. März Brigitte Mohnhaupt und Knut Folkerts. Bereits für den 10. März sind Günter Sonnenberg, Stefan Wisniewski, Rolf Heißler und Adelheid Schulz in den Zeugenstand geladen. Allerdings gibt es erhebliche Zweifel, ob die Ex-Terroristen ihr bisheriges Schweigen vor Gericht brechen werden.

Der Generalbundesanwalt und zwei Begleiter waren im April 1977 von einem RAF-Kommando in Karlsruhe erschossen worden. Wer damals schoss, ist unklar.

ler/dpa/AFP



insgesamt 5 Beiträge
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Gajana 10.02.2011
1. Boock
Herr Boock ist ein Beispiel dafür wie die RAF benachteiligte Menschen (hier Heimzögling)abhängig machten. Es war keine echte Hilfe. Dazu kam bei Herrn Boock Drogenabhängigkeit. Er hat beide Abhängigkeiten überwunden und ist damit freier als die schweigenden Mörder. Gerne wird er als Lügner dargestellt. Es wird kein Unterschied gemacht zu seinen abhängigen Zeiten weil er für kleine Teile der linken Szene unangenehme Wahrheiten ausspricht. Die anderen sind bei ihrer Doppelmoral geblieben und ihrer Lebenslüge, dass ihre selbsternannten politische Morde die besseren Morde sind. Zum Glück spielen die entlassenen Terroristen politisch keinerlei Rolle mehr - sieht man mal von einzelnen wirren Auftritten wie Viett, Klar usw ab, die sich immer noch als selbsternannte Widerstandskämpfer inszinieren wollen. Zum Glück ist diese Welt, trotz aller Verbesserungsnotwendigleiten, weit weg davon diese Leute noch ernst zu nehmen.
Kölle Alaf 10.02.2011
2. Wenn der Herr Bock erzählt...
Zitat von GajanaHerr Boock ist ein Beispiel dafür wie die RAF benachteiligte Menschen (hier Heimzögling)abhängig machten. Es war keine echte Hilfe. Dazu kam bei Herrn Boock Drogenabhängigkeit. Er hat beide Abhängigkeiten überwunden und ist damit freier als die schweigenden Mörder. Gerne wird er als Lügner dargestellt. Es wird kein Unterschied gemacht zu seinen abhängigen Zeiten weil er für kleine Teile der linken Szene unangenehme Wahrheiten ausspricht. Die anderen sind bei ihrer Doppelmoral geblieben und ihrer Lebenslüge, dass ihre selbsternannten politische Morde die besseren Morde sind. Zum Glück spielen die entlassenen Terroristen politisch keinerlei Rolle mehr - sieht man mal von einzelnen wirren Auftritten wie Viett, Klar usw ab, die sich immer noch als selbsternannte Widerstandskämpfer inszinieren wollen. Zum Glück ist diese Welt, trotz aller Verbesserungsnotwendigleiten, weit weg davon diese Leute noch ernst zu nehmen.
Schwachsinn. Es muß lauten: "wie der Verfassungsschutz benachteiligte Menschen ... abhängig machte. Der größte RAF-"Held", Andreas Baader, war ein unpolitischer Kopf, der für den Verfassungsschutz arbeitete; er reichte dessen Gelder und Waffen an linkseingestellte junge Menschen weiter und stiftete sie zum bewaffneten Kampf an. Da war dann noch Herr Schmücker, der das Gleiche tat. Und noch einige andere. Wenn man alle verfügbaren Quellen studiert, kann man sagen: Ohne Verfassungsschutz (Staats"schutz") hätte es keine RAF gegeben. Natürlich mußten diese agents provocateurs und Spitzel später zur Strecke gebracht werden, damit sie nicht irgendwann anfangen zu quatschen: Andreas Baader wurde nach Mogadischu geflogen, um die dort im entführten Flugzeug wartenden palästinensischen Täter mit seiner angeblich erfolgten 'Freilassung' zu täuschen (Staatsminister Wischnewski: "...wir haben eine Kriegslist angewandt") - und anschließend in Stammheim um die Ecke gebracht, die anderen dort ums Leben gekommenen der Einfachheit halber ebenso, damit sie dort nicht als Märtyrer und leuchtende Vorbilder für andere weiterexistieren. Daß Baader in Mogadischu war, belegte auch der damalige Bericht einer internationalen Untersuchungskommission: man hatte Sandspuren an Baaders Schuhen gefunden. In Stammheim gab es jedoch keinen Sand - nur Beton. Dann gabs ja noch einige andere, die dran glauben mußten. So auch Wolfgang Greims in Bad Kleinen, der ebenfalls kein Linker war, sondern ein junger Mensch mit einer offenbar labilen politischen Einstellung. Auch er wurde vom Staatsschutz mißbraucht - und in Bad Kleinen erschossen (was zwei voneinander unabhängige Zeugen aussagten). Funktion erfüllt. Undsoweiter undsoweiter. Und was Herr Bock heute noch alles zusammenredet, sollte mit Vorbehalt bewertet werden.
silenced 10.02.2011
3. <->
Zitat von Kölle AlafSchwachsinn. Es muß lauten: "wie der Verfassungsschutz benachteiligte Menschen ... abhängig machte. Der größte RAF-"Held", Andreas Baader, war ein unpolitischer Kopf, der für den Verfassungsschutz arbeitete; er reichte dessen Gelder und Waffen an linkseingestellte junge Menschen weiter und stiftete sie zum bewaffneten Kampf an. Da war dann noch Herr Schmücker, der das Gleiche tat. Und noch einige andere. Wenn man alle verfügbaren Quellen studiert, kann man sagen: Ohne Verfassungsschutz (Staats"schutz") hätte es keine RAF gegeben. Natürlich mußten diese agents provocateurs und Spitzel später zur Strecke gebracht werden, damit sie nicht irgendwann anfangen zu quatschen: Andreas Baader wurde nach Mogadischu geflogen, um die dort im entführten Flugzeug wartenden palästinensischen Täter mit seiner angeblich erfolgten 'Freilassung' zu täuschen (Staatsminister Wischnewski: "...wir haben eine Kriegslist angewandt") - und anschließend in Stammheim um die Ecke gebracht, die anderen dort ums Leben gekommenen der Einfachheit halber ebenso, damit sie dort nicht als Märtyrer und leuchtende Vorbilder für andere weiterexistieren. Daß Baader in Mogadischu war, belegte auch der damalige Bericht einer internationalen Untersuchungskommission: man hatte Sandspuren an Baaders Schuhen gefunden. In Stammheim gab es jedoch keinen Sand - nur Beton. Dann gabs ja noch einige andere, die dran glauben mußten. So auch Wolfgang Greims in Bad Kleinen, der ebenfalls kein Linker war, sondern ein junger Mensch mit einer offenbar labilen politischen Einstellung. Auch er wurde vom Staatsschutz mißbraucht - und in Bad Kleinen erschossen (was zwei voneinander unabhängige Zeugen aussagten). Funktion erfüllt. Undsoweiter undsoweiter. Und was Herr Bock heute noch alles zusammenredet, sollte mit Vorbehalt bewertet werden.
So schauts aus, aber das will ja keiner hören.
amw52, 10.02.2011
4. Schöne Büttenrede
Zitat von Kölle AlafSchwachsinn. Es muß lauten: "wie der Verfassungsschutz benachteiligte Menschen ... abhängig machte. Der größte RAF-"Held", Andreas Baader, war ein unpolitischer Kopf, der für den Verfassungsschutz arbeitete; er reichte dessen Gelder und Waffen an linkseingestellte junge Menschen weiter und stiftete sie zum bewaffneten Kampf an. Da war dann noch Herr Schmücker, der das Gleiche tat. Und noch einige andere. Wenn man alle verfügbaren Quellen studiert, kann man sagen: Ohne Verfassungsschutz (Staats"schutz") hätte es keine RAF gegeben. Natürlich mußten diese agents provocateurs und Spitzel später zur Strecke gebracht werden, damit sie nicht irgendwann anfangen zu quatschen: Andreas Baader wurde nach Mogadischu geflogen, um die dort im entführten Flugzeug wartenden palästinensischen Täter mit seiner angeblich erfolgten 'Freilassung' zu täuschen (Staatsminister Wischnewski: "...wir haben eine Kriegslist angewandt") - und anschließend in Stammheim um die Ecke gebracht, die anderen dort ums Leben gekommenen der Einfachheit halber ebenso, damit sie dort nicht als Märtyrer und leuchtende Vorbilder für andere weiterexistieren. Daß Baader in Mogadischu war, belegte auch der damalige Bericht einer internationalen Untersuchungskommission: man hatte Sandspuren an Baaders Schuhen gefunden. In Stammheim gab es jedoch keinen Sand - nur Beton. Dann gabs ja noch einige andere, die dran glauben mußten. So auch Wolfgang Greims in Bad Kleinen, der ebenfalls kein Linker war, sondern ein junger Mensch mit einer offenbar labilen politischen Einstellung. Auch er wurde vom Staatsschutz mißbraucht - und in Bad Kleinen erschossen (was zwei voneinander unabhängige Zeugen aussagten). Funktion erfüllt. Undsoweiter undsoweiter. Und was Herr Bock heute noch alles zusammenredet, sollte mit Vorbehalt bewertet werden.
Schöne Büttenrede, wenn auch ohne Reim. Helau!
der andere 10.02.2011
5. Huhu
Zitat von Kölle AlafSchwachsinn. Es muß lauten: "wie der Verfassungsschutz benachteiligte Menschen ... abhängig machte. Der größte RAF-"Held", Andreas Baader, war ein unpolitischer Kopf, der für den Verfassungsschutz arbeitete; er reichte dessen Gelder und Waffen an linkseingestellte junge Menschen weiter und stiftete sie zum bewaffneten Kampf an. Da war dann noch Herr Schmücker, der das Gleiche tat. Und noch einige andere. Wenn man alle verfügbaren Quellen studiert, kann man sagen: Ohne Verfassungsschutz (Staats"schutz") hätte es keine RAF gegeben. Natürlich mußten diese agents provocateurs und Spitzel später zur Strecke gebracht werden, damit sie nicht irgendwann anfangen zu quatschen: Andreas Baader wurde nach Mogadischu geflogen, um die dort im entführten Flugzeug wartenden palästinensischen Täter mit seiner angeblich erfolgten 'Freilassung' zu täuschen (Staatsminister Wischnewski: "...wir haben eine Kriegslist angewandt") - und anschließend in Stammheim um die Ecke gebracht, die anderen dort ums Leben gekommenen der Einfachheit halber ebenso, damit sie dort nicht als Märtyrer und leuchtende Vorbilder für andere weiterexistieren. Daß Baader in Mogadischu war, belegte auch der damalige Bericht einer internationalen Untersuchungskommission: man hatte Sandspuren an Baaders Schuhen gefunden. In Stammheim gab es jedoch keinen Sand - nur Beton. Dann gabs ja noch einige andere, die dran glauben mußten. So auch Wolfgang Greims in Bad Kleinen, der ebenfalls kein Linker war, sondern ein junger Mensch mit einer offenbar labilen politischen Einstellung. Auch er wurde vom Staatsschutz mißbraucht - und in Bad Kleinen erschossen (was zwei voneinander unabhängige Zeugen aussagten). Funktion erfüllt. Undsoweiter undsoweiter. Und was Herr Bock heute noch alles zusammenredet, sollte mit Vorbehalt bewertet werden.
ein Verschwörungstheoretiker!
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