Nochaußenminister "Buch des künftigen Präsidenten" - Steinmeier lässt Werbung stoppen

Sicher hat Frank-Walter Steinmeier den Posten als Bundespräsidenten noch nicht, doch sein Verlag bewirbt bereits sein Buch mit dem hohen Amt. Jetzt lässt Steinmeier die Werbung dafür stoppen.


Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist Kandidat der großen Koalition für das Amt des Bundespräsidenten, doch sicher hat er dieses Amt noch nicht. Offiziell muss der Bundespräsident von der Bundesversammlung gewählt werden. Deshalb will Steinmeier nun eine Werbeanzeige für sein Europa-Buch stoppen lassen, berichtet der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf das Umfeld des SPD-Politikers. In Zeitungsanzeigen wird Steinmeiers Werk bereits "das aktuelle Buch des künftigen Bundespräsidenten" genannt.

Der Anzeigentext für Steinmeiers Titel "Europa ist die Lösung. Churchills Vermächtnis" war offenbar mit Steinmeier nicht abgestimmt worden. Nun hat der Außenminister den Ecowin Verlag gebeten, diese Formulierung nicht mehr zu verwenden.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hatte die Werbung zuvor als respektlos kritisiert. Steinmeier glaube wohl, Kanzlerin Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hätten ihn zum Staatsoberhaupt ausgerufen - und pfeife auf die Bundesversammlung, schrieb er auf Twitter. Diese will den Bundespräsidenten am 12. Februar wählen.

cpa/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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herbert 20.11.2016
1. Typisch SPD ein Grund Steinmeier nicht zu wählen !
als Miterfinder der Agenda 2010 und dem größten Sozialabbau in Deutscjhland und jährliche Rentenkürzung frage ich mich, was will der Mann mit diesem höchsten Amt? Ich wünsche dem Steinmeier, dass ihn 100000 Rentner mit satten Kürzungen seinen Amtssitz stürmen um ihn zu befragen. Er soll sich äußern zu seiner meisen Agenda 2010 Das Geld was Steinmeier für das Buch einnimmt sollte er den ärmsten ind der BRD geben. Letztlich. dieses gekungel um einen Präsidenten innerhalb der Parteien erzeugt Wut und Zorn und noch mehr Verdruss eine AfD zu wählen. Wann wird der Bundespräsident endlich vom Volk gewählt, neben einer Bundestagswahl? Dieser Parteienklüngel ist das Letzte.
Europa! 20.11.2016
2. Albern
Selbstverständlich kann (und sollte) der Verlag in dieser Form werben. In Amerika wird jeder Kandidat mit dem Satz angekündigt: "The next president of the United States." Die Kritik von Herrn Bartsch ist lächerlich.
whitewisent 20.11.2016
3.
Zitat von Europa!Selbstverständlich kann (und sollte) der Verlag in dieser Form werben. In Amerika wird jeder Kandidat mit dem Satz angekündigt: "The next president of the United States." Die Kritik von Herrn Bartsch ist lächerlich.
Ja, wenn man sich schon längst vom Rest der Bevölkerung abgekoppelt hat, ist das albern. Mal davon abgesehen, daß Herr Steinmeier erstmal den Wahltag erleben und überleben muss, sind wir eben nicht in der USA, und Steinmeiers Kandidatur wurde ja gerade wegen seiner vermeintlichen Seriosität und Respekt begründet. Da schadet solcher Marketenderspruch seines Verlegers einfach nur. Das mal angeblich wieder nicht mit eine Sozi gesprochen wurde, wenn etwas in die Hose geht, zeugt nur erneut von deren Ahnungslosigkeit, Desinteresse oder Leidenschaft zur Unwahrheit. Keine von den Optionen spricht für eine gute Zukunft dieses Amtes.
dd1964 20.11.2016
4.
Zitat von herbertals Miterfinder der Agenda 2010 und dem größten Sozialabbau in Deutscjhland und jährliche Rentenkürzung frage ich mich, was will der Mann mit diesem höchsten Amt? Ich wünsche dem Steinmeier, dass ihn 100000 Rentner mit satten Kürzungen seinen Amtssitz stürmen um ihn zu befragen. Er soll sich äußern zu seiner meisen Agenda 2010 Das Geld was Steinmeier für das Buch einnimmt sollte er den ärmsten ind der BRD geben. Letztlich. dieses gekungel um einen Präsidenten innerhalb der Parteien erzeugt Wut und Zorn und noch mehr Verdruss eine AfD zu wählen. Wann wird der Bundespräsident endlich vom Volk gewählt, neben einer Bundestagswahl? Dieser Parteienklüngel ist das Letzte.
Der Herr Steinmeier möchte damit sicher seine edle Gesinnung dokumentieren. Aber es bleibt nun mal so, das er von den Granden der Regierungsparteien im Hinterzimmer ins Amt gehieft wurde, einfach weil die Herrschaften der Meinung sind, der solls machen. Da lasst das Wahlvolk mal schön außen vor. Deswegen ob mit oder ohne Werbung: Ich würde den Schinken nicht kaufen. Er kann ihn ja als Wahlgeschenk verteilen.
westerwäller 20.11.2016
5. Mann, was war das für eine Aufregung ...
... als die Trumpin im Fernsehen ein Armband ihrer eigenen Kollektion gezeigt hat und die Firma danach postete, man könne sich in einem Clip anschauen, wie gut das aussehe ... Hunderte empörter Kommentare ... Dabei hat sie gar kein offizielles Staatsamt ... Dann die Designerin, die - ungefragt - überall herumtönte, sie würde nie ein Kleid für Melania entwerfen (dabei wollte sie gar keins, entwirft ihre ja selber oder tut wenigstens so ...) Hunderte begeisterte Kommentare ob der aufrechten Haltung der Designerin ...
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