Bündnispläne Linken-Chef Bisky schließt Fusion mit SPD nicht aus

Die Linke soll sich der SPD annähern - und könnte in "der nächsten Generation vielleicht" sogar mit ihr zusammengehen: Co-Chef Lothar Bisky fordert im SPIEGEL ein neues Verhältnis zwischen den beiden Parteien. Es sei Zeit, über gemeinsame Wurzeln zu reden und auch historische Fehler einzugestehen.
Linken-Chefs Lafontaine, Bisky (auf Parteitag im Juni): "Positive Antwort verdient"

Linken-Chefs Lafontaine, Bisky (auf Parteitag im Juni): "Positive Antwort verdient"

Foto: A3534 Hannibal Hanschke/ dpa

Lothar Bisky

Berlin - Der Parteichef der Linken, , hat sich für ein neues Verhältnis seiner Partei zur SPD ausgesprochen und dabei langfristig auch einen Zusammenschluss nicht ausgeschlossen. "Das ist vielleicht ein Projekt der nächsten Generation", sagte er dem SPIEGEL.

Bisky begrüßte die Versöhnungsinitiative von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gegenüber der Linken. Platzeck habe "eine positive Antwort verdient". Eine Verständigung von SPD und Linken sei im "Interesse künftiger Generationen". Es sei Zeit, über "gemeinsame Wurzeln" zu reden.

In diesem Zusammenhang müsse seine Partei "historische Fehler eingestehen, etwa die Unterwerfung der Sozialdemokratie in der DDR". Außerdem dürfe das Wort Sozialdemokratie oder Sozialdemokratismus "nie wieder als Verratsvorwurf" daherkommen.

An seine eigene Partei gerichtet, warnte er vor einer "Verdächtigungskultur". Der größte Feind sei der "Genosse Spaltpilz. Er sagt: Hauptsache, ich kriege den Genossen erfolgreich klein".

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