Bürgerschaftswahl Ansturm auf die Urnen

Möglicherweise hat das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg das Interesse der Bürger geweckt. Denkbar auch, dass das Scheitern des CDU-Schill-Senats zu einer Politisierung geführt hat. Jedenfalls gingen die Hamburger so zahlreich zur Wahl wie lange nicht mehr.


SPD-Kandidat Mirow: Knappe Entscheidung erwartet
DDP

SPD-Kandidat Mirow: Knappe Entscheidung erwartet

Hamburg - Bis 15.00 Uhr hatten 63,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Landeswahlamt am Sonntag mit. Davon wählten 14,3 Prozent per Brief. Die Wahlbeteiligung lag bei strahlendem Winterwetter damit um sechs Prozentpunkte höher als bei der Bürgerschaftswahl im Herbst 2001 zum gleichen Zeitpunkt. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung 2001 bei 71 Prozent.

Nach Einschätzung des Amtes könnte die höhere Beteiligung damit zusammenhängen, dass es sich um eine vorgezogene Wahl handelt. Diese war nach dem Bruch der Mitte-Rechts-Koalition unter Bürgermeister Ole von Beust (CDU) nötig geworden. Es sei aber auch denkbar, dass der erwartete knappe Wahlausgang zusätzliche Wähler mobilisiert habe.

Die beiden Spitzenkandidaten gaben sich bei ihrer Stimmabgabe zuversichtlich für den Wahlausgang. CDU-Bürgermeister Ole von Beust meinte jedoch auch: "Das ist ja das Schöne an der Demokratie, dass man nie weiß, wie es ausgeht." SPD-Kandidat Thomas Mirow meinte in den vergangenen Tagen einen deutlichen Rückenwind für Rot-Grün verspürt zu haben. Die letzten Umfragen deuteten ein knappes Rennen zwischen CDU und Rot-Grün an.



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