Umfrage zur Bremen-Wahl SPD im Umfragetief - CDU auf Platz eins

Bremen ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der SPD, aber bei der Bürgerschaftswahl wird es für die Partei eng: Eine ZDF-Umfrage sieht die Genossen auf Platz zwei hinter der CDU.

Wahlplakate in Bremen
Carmen Jaspersen/ DPA

Wahlplakate in Bremen


Erstmals seit 73 Jahren könnte die SPD in Bremen künftig nicht mehr den Regierungschef stellen. Kurz vor der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt liegt die CDU nach einer Umfrage weiter knapp vor der regierenden SPD.

Laut ZDF-"Politbarometer" käme die CDU derzeit auf 26 Prozent und die SPD auf 24,5 Prozent. Die Grünen hätten demnach ein Ergebnis von 18 Prozent, die Linke 12 Prozent, die AfD 8 Prozent, die FDP 5,5 Prozent und die Wählervereinigung Bürger in Wut 3 Prozent.

Nach den Ergebnissen der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hätte die Koalition aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr. Als Zweierbündnis wäre eine Große Koalition möglich.

Seit vier Jahren ist Carsten Sieling Regierungschef. Im kleinsten Bundesland wird am 26. Mai eine neue Bürgerschaft gewählt. Die Wahl findet zeitgleich mit der Europawahl und Kommunalwahlen in mehreren Ländern statt.

Sieling beliebter als CDU-Herausforderer

Bei der Frage, wen man lieber als Bürgermeister hätte, liegt im direkten Vergleich der Kandidaten aber der Amtsinhaber vorn: Sieling kommt auf 42 Prozent - sein Herausforderer von der CDU, Carsten Meyer-Heder, auf 29 Prozent.

Bei möglichen Koalitionen wird am positivsten Rot-Grün bewertet, 43 Prozent finden diese Konstellation gut, fast genauso viele (42 Prozent) allerdings schlecht. 35 Prozent fänden eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken gut, 49 Prozent hingegen schlecht.

Eine CDU-geführte Koalition mit der SPD befürworten rund ein Drittel (33 Prozent), knapp mehr als die Hälfte (52 Prozent) lehnt sie ab. Die schlechteste Bewertung erhält eine mögliche Regierung aus SPD, Grünen und FDP (gut: 16 Prozent; schlecht: 61 Prozent).



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Wie funktioniert die Civey-Methodik?
Das Meinungsforschungsinstitut Civey arbeitet mit einem mehrstufigen vollautomatisierten Verfahren. Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt ("Riversampling"), es werden also nicht nur Nutzer von SPIEGEL ONLINE befragt. Jeder kann online an den Befragungen teilnehmen und wird mit seinen Antworten im repräsentativen Ergebnis berücksichtigt, sofern er sich registriert hat. Aus diesen Nutzern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse schließlich nach weiteren soziodemografischen Faktoren und Wertehaltungen der Abstimmenden gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den Civey FAQ.
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Was bedeutet es, wenn sich die farbigen Bereiche in den Grafiken überschneiden?
In unseren Grafiken ist der statistische Fehler als farbiges Intervall dargestellt. Dieses Intervall zeigt jeweils, mit welcher Unsicherheit ein Umfragewert verbunden ist. Zum Beispiel kann man bei der Sonntagsfrage nicht exakt sagen, wie viel Prozent eine Partei bei einer Wahl bekommen würde, jedoch aber ein Intervall angeben, in dem das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird. Überschneiden sich die Intervalle von zwei Umfragewerten, dann können streng genommen keine Aussagen über die Differenz getroffen werden. Bei der Sonntagsfrage heißt das: Liegen die Umfragewerte zweier Parteien so nah beieinander, dass sich ihre Fehlerintervalle überlappen, lässt sich daraus nicht ableiten, welche von beiden aktuell bei der Wahl besser abschneiden würde.
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mho/dpa/AFP



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