Bürgerschaftswahl Die Hamburger wählen und genießen die Alster

Nach zögerlichem Anfang kommt die Bürgerschaftswahl in Hamburg so richtig in Schwung. Bis 13 Uhr hatten - einschließlich der Briefwähler - 47,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, darunter auch die Spitzenkandidaten von SPD und CDU.


SPD-Spitzenkandidat Mirow: vertraut auf deutlichen Rückenwind
DDP

SPD-Spitzenkandidat Mirow: vertraut auf deutlichen Rückenwind

Hamburg - Damit lag die Wahlbeteiligung um 2,3 Prozentpunkte höher als bei der Bürgerschaftswahl 2001 zum gleichen Zeitpunkt, wie das Landeswahlamt am Sonntag mitteilte.

Als erster Hamburger Spitzenpolitiker ging SPD- Bürgermeisterkandidat Thomas Mirow in einer Grundschule im Stadtteil Winterhude zur Wahlurne. In den letzten Tagen vor der Wahl habe es einen deutlichen Rückenwind für rot-grün gegeben, meinte Mirow.

Zurückhaltender zeigte sich Ole von Beust (CDU), als er am Vormittag seine Stimme zur Hamburger Bürgerschaftswahl abgab. "Das ist ja das Schöne an der Demokratie, dass man nie weiß, wie es ausgeht", sagte der Bürgermeister. "Ich bin zuversichtlich." Bis zum Abend wolle er seine Wohnung sauber machen. Vor dem Wahllokal überreichten zwei Ägyptologie-Studentinnen Beust einer Figur des Gottes Isis. Damit wollten sie sich für den Erhalt ihres Studienganges einsetzen.

CDU-Spitzenkandidat von Beust: "Man weiß nie, wie es ausgeht"
REUTERS

CDU-Spitzenkandidat von Beust: "Man weiß nie, wie es ausgeht"

Nach den jüngsten Umfragen ist der Ausgang der Wahl völlig offen. Die CDU mit ihrem populären Bürgermeister Ole von Beust wird von den Instituten ungefähr gleich stark eingeschätzt wie die SPD und die Grünen/GAL zusammen. Ungewiss ist zudem das Abschneiden der FDP und der Partei des ehemaligen Innensenators Ronald Schill, die von den Meinungsforschern bislang unter der Fünf-Prozent-Hürde gesehen werden.



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