Gewalt gegen Rechte Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche Linksextremisten aus Leipzig an

Mehrfach sollen Linksextreme Menschen aus der rechten Szene angegriffen haben. Die Bundesanwaltschaft hat jetzt gegen drei Männer und eine Frau Anklage erhoben.
Symbolbild Generalbundesanwaltschaft

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Nicolaj Zownir / imago images

Nach mehreren Angriffen auf Personen aus der rechten Szene hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen vier mutmaßliche Linksextremisten aus Leipzig erhoben. Der Prozess soll am Oberlandesgericht Dresden stattfinden, wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

Die laut Anklage zentrale Figur der Gruppe, eine Frau Mitte zwanzig, sitzt seit ihrer Festnahme Anfang November in Untersuchungshaft. Ihr wird unter anderem gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Mitangeklagt sind nun auch drei Männer, die sich den Angaben zufolge auf freiem Fuß befinden. Ihnen wird ebenfalls gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Alle vier sollen zu einer größeren militant-linksextremen Gruppe gehört haben, die die Bundesanwaltschaft als kriminelle Vereinigung einstuft.

Insgesamt geht es um sechs Angriffe auf Personen aus der rechten Szene, an denen die Angeklagten beteiligt waren. Sie sollen zum Beispiel im Oktober 2019 im thüringischen Eisenach eine Gaststätte überfallen haben, die als Treffpunkt von Rechten galt. Dort sollen sie ihre Opfer mit Schlagstöcken, Reizgas und Faustschlägen verletzt haben.

Über die Anklage hatte zuerst die Zeitung »Die Welt« berichtet und sich auf Sicherheitskreise berufen.

lau/dpa
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